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Australischer Verkehrsminister: Beförderung trotz 30 Strafzetteln

Ist das nun dumm oder dreist? Ein australischer Verkehrsminister sammelte 30 Strafmandate. Alle Rücktrittsforderungen wies er mit der Begründung zurück, er sei als abschreckendes Beispiel besonders für das Amt geeignet. Kurios: Die Strategie des Rasers ging auf - wenigstens zum Teil.

Ein australischer Verkehrsminister hat nach 30 Strafzetteln seinen Job verloren - und gleich einen neuen bekommen. Tom Koutsantonis, im Bundesstaat South Australia zuständig für Verkehrssicherheit, fuhr unter anderem zu schnell, ignorierte rote Ampeln und telefonierte am Steuer mit dem Handy, wie am Montag ans Licht kam. Die Strafzettel hat er dann auch noch geflissentlich übersehen. Einige Verkehrsdelikte landeten vor Gericht, wo der Minister zu Geldstrafen verurteilt wurde und seinen Führerschein verlor.

Richtig kurios wurde der Fall, als sich Koutsantonis mit Rücktrittsforderungen konfrontiert sah. Die wies der Verkehrssünder mit der frechen Begründung zurück, dass er als abschreckendes Beispiel doch besonders geeignet sei, nun für sichere Straßen zu sorgen.

Eine Argumentation, auf die sich der Regierungschef der australischen Provinz South Australia nur zum Teil einlassen wollte: Er setzte Raser Koutsantonis als Verkehrsminister ab – stattdessen darf er aber jetzt das Jugendministerium übernehmen.

DPA / DPA
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