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Tod von Ben Wettervogel: ZDF beendete Zusammenarbeit "aus persönlichen Gründen"

Nach dem Suizid des früheren ZDF-Wettermoderators Ben Wettervogel bleiben Fragen. Das ZDF bestätigte jetzt, dass die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr "aus persönlichen Gründen" beendet wurde.

Der mutmaßliche Selbstmord des früheren ZDF-Wettermoderators Ben Wettervogel wirft Fragen auf. Warum beendete das ZDF im vergangenen Jahr die Zusammenarbeit mit dem beliebten Moderator? In welchem Zusammenhang steht die Tat mit dem Aus Wettervogels bei dem Mainzer Sender?

Auf Anfrage des stern wollte der Sender nicht genauer auf die Gründe eingehen, weil sie "im persönlichen Bereich liegen", wie ein Sprecher des Senders sagte. Tatsache ist, dass Wettervogel am 8. August 2014 zum letzten Mal das Wetter im Morgenmagazin moderierte. Sein Vertrag lief Ende des Jahres aus und wurde nicht verlängert.

Neun Jahre Morgenmagazin

Der 53-Jährige Diplom-Meteorologe hatte sich am Montagnachmittag in seiner Wohnung in Berlin-Friedrichshain das Leben genommen. Nach Berichten der "Bild"-Zeitung und der "B.Z." soll sich Wettervogel erschossen haben.

Insgesamt neun Jahre lang gehörte er zum Team des ZDF-Morgenmagazins und hatte dadurch große Popularität erlangt. Bei vielen Zuschauern war Wettervogel wegen seiner lockeren und humorvollen Art beliebt.

Sein ehemaliger Arbeitgeber und die früheren Kollgegen erfuhren laut eigener Auskunft auch erst am Dienstagmorgen von dem Suizid: "Mit Bestürzung haben wir heute morgen vom Tod unseres ehemaligen Kollegen Ben Vogel erfahren. Wir sind tief betroffen", sagte Elmar Theveßen, stellvertretender Chefredakteur des ZDF.

Ex-Kollegin Dunja Hayali, Moderatorin des Morgenmagazins, schrieb auf Twitter "geschockt, traurig und fassungslos (...) R.I.P. danke für 9 Jahre". Moderatorenkollege Mitri Sirin twitterte: "Bin geschockt und sehr traurig über den Tod von Ben Wettervogel. In Gedanken bei seiner Familie." Und "heute"-Anchorman Christian Sievers, bis vor einigen Jahren ebenfalls im Morgenmagazin aktiv, schrieb: "Wir haben einen warmherzigen Kollegen verloren. Er war das beste Rezept gegen Frost & Kälte am Morgen."

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

tis