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Berlin im Juli 1945: So haben Sie das Nachkriegs-Berlin noch nie gesehen

Gerade hat ein spektakuläres Farbvideo aus dem Nachkriegs-Hamburg das Netz begeistert. Jetzt folgen 30 Minuten Berlin aus dem Juli 1945. Ultimative Zerstörung, Aufräumen und Hitlers Grube.

Am Brandenburger Tor

Am Brandenburger Tor

Das Video hieß "Sensationalle Entdeckung! Hamburg 1945 in Farbe und HD" - und wurde zum Renner im Internet. Auch stern-Leser konnten den Blick kaum losreißen von den gespenstischen Bildern der zerstörten Hansestadt, mehr noch von den Menschen, die hier in Farbe und HD durchs Bild liefen. Die Prägnanz der Bilder ließ die Zeit zwischen Vergangenheit und Zukunft zusammenschnurren.

Nach "Spirit of Hamburg", dem Teaser für die gleichnamige historische DVD-Reihe (1842 bis 1965), präsentiert Chronos Media nun "Spirit of Berlin". Statt drei Minuten gibt es gut 30 zu sehen. Bildern unfassbarer Zerstörung in fast allen Straßen folgen Aufnahmen von Menschen, die zwei Monate nach Kriegsende zwischen Trümmern umherlaufen und beginnen, diese wegzuräumen. Unglaubliche Luftaufnahmen zeigen das Ausmaß des Krieges, den Deutschland bis in seine Hauptstadt geholt hat. Und schließlich ist auch die Grube zu sehen, in der Hitler verbrannt worden sein soll. (etwa 12:20)

"Sensationelles Filmmaterial! Berlin und Potsdam nach der Apokalypse in Farbe und HD - 30 Minuten Fassung!" lautet der Titel des Videos und hält, was er verspricht. So hat man Berlin - zum Glück - noch nie gesehen.

Wie bei "Spirit of Hamburg" lag auch bei den Aufnahmen aus Berlin keine Tonspur vor. Verkehrsgeräusche, das Scharren in den Trümmern und Gemurmel von Menschen wurden dazugemischt.

sal
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?