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Bewegende Trauerfeier: Blacky Fuchsberger nimmt Abschied von seinem Sohn

Mit 83 Jahren erlitt er den schrecklichsten Schicksalsschlag seines Lebens: Blacky Fuchsbergers einziger Sohn kam bei einem tragischen Unfall ums Leben. Am Mittwoch nahm der Fernsehstar gemeinsam mit Freunden und Familie Abschied von Thomas Fuchsberger.

Fernsehstar Joachim "Blacky" Fuchsberger (83) hat am Mittwoch bei einer bewegenden Trauerfeier Abschied von seinem einzigen Kind genommen. Ein Meer aus weißen Rosen und weißen Kerzen schmückte den Sarg im August-Everding-Saal in Grünwald bei München. Ein großes Foto zeigte ein Bild aus glücklichen Tagen: Thomas Fuchsberger strahlend vor einem rauschenden Gebirgsfluss. "It is heartbreaking for all of us" (Es bricht uns allen das Herz) stand auf einem Kranz mit gelben Rosen, den seine australischen Freunde niedergelegt hatten.

Seine Familie wollte bei ihrem Gang zur Trauerfeier ungestört sein. Blacky Fuchsberger wurde direkt zum abgesperrten Hintereingang gefahren. Genau so verließ er die Halle nach der rund einstündigen Feier wieder. Sein Auto folgte dem Leichenwagen mit dem Sarg seines Sohnes.

"Er war verdammt stark", sagte Sänger Abi Ofarim nach der Trauerfeier, fügte aber hinzu: "Ich mache mir Sorgen um ihn." Die Trauergäste waren sichtlich bewegt, viele hatten Tränen in den Augen. Unter den Gästen waren zahlreiche Prominente wie Schlagerstar Patrick Lindner, Moderator Frank Elstner und Natascha Ochsenknecht.

Als die Gäste den Saal betraten und sich in die Kondolenzbücher eintrugen, erklang die Aufnahme eines Orgelkonzertes, komponiert und gespielt von Thomas Fuchsberger. Max Greger senior und junior präsentierten auf einem schwarzen Flügel und mit einem Saxofon "Amazing Grace", auf einer Leinwand wurden Reisefotos von Fuchsberger gezeigt - hauptsächlich aus seiner zweiten Heimat Australien. Eine Komposition des verstorbenen Musikers, die während der Feier erklang, trug den Titel "Shine on" (Strahle weiter).

Auf dem Programm der Trauerfeier standen drei Reden: von einem Freund Fuchsbergers, des Bürgermeisters der Gemeinde Grünwald, Jan Neusiedl, und von Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD). Die Landeshauptstadt hatte einen Trauerkranz aus bunten Rosen geschickt.

Schauspieler Hansi Kraus sagte: "Ich habe es immer noch nicht kapiert, dass er jetzt weg ist." Joachim Fuchsberger und seine Frau Gundula hatten in der Todesanzeige geschrieben: "Sinnlos hat der Tod das Licht unseres Alters gelöscht."

Thomas Fuchsberger war vor knapp zwei Wochen in einem Bach im oberfränkischen Kulmbach ertrunken. Seine Eltern hatten bereits auf dem Kulmbacher Friedhof am Sarg Abschied genommen. "Unser beider Herzen sind etwas getröstet, seit wir Thommy am offenen Sarg noch einmal gesehen haben", sagte der Film- und Fernsehstar danach der "Bild"-Zeitung.

Zu dem tragischen Unfall kam es vermutlich wegen einer gefährlichen Unterzuckerung, der 53-Jährige litt seit langem an Diabetes. Er war das einzige Kind seiner Eltern, ein Tausendsassa, Multitalent und Globetrotter. Er sang, komponierte, schrieb Bücher, arbeitete als Journalist, Fotograf, Moderator und Regisseur. Er wohnte im Münchner Nobelvorort Grünwald - wie auch seine Eltern.

Thomas Fuchsberger hinterlässt nicht nur sie, zu denen er ein sehr enges Verhältnis hatte, sondern auch seine langjährige Lebensgefährtin und zwei Kinder aus einer früheren Beziehung. Die Urnenbeisetzung ist zu einem späteren Zeitpunkt auf dem Grünwalder Friedhof vorgesehen, im engsten Familienkreis.

Britta Schultejans, DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?