Das Freudenhaus hatte auf einem acht mal 24 Meter großen Transparent mit einer leicht bekleideten Blondine und dem der WM-Werbung entlehnten Spruch "Die Welt zu Gast bei Freundinnen" geworben. Darunter waren die Flaggen der 32 teilnehmenden Länder abgebildet.
Flaggen streng muslimischer Länder geschwärzt
Die von Saudi-Arabien und des Iran seien nach den Protesten mit schwarzer Farbe übermalt worden, berichtete ein Bordell-Mitarbeiter. "Einige Leute waren hier und haben verlangt, dass wir die Flaggen entfernen." Sie hätten sich zunächst ruhig verhalten und dann Drohungen ausgestoßen. Später seien vermummte und bewaffnete Personen aufgetaucht, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Um weiteren Ärger zu vermeiden, habe sich die Geschäftsleitung entschieden, die Flaggen der beiden streng islamischen Länder zu übermalen. Eine Sprecherin der Kölner Polizei äußerte die Vermutung, bei den Protestieren habe es sich um Moslems gehandelt. Sie hätten sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt gefühlt.