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Britische Staatsbürgerschaft Integrationsministerin will Boris Becker helfen - und blamiert sich


Als Integrationsministerin ist man mit dem Thema "Doppelte Staatsangehörigkeit" vertraut - sollte man meinen. SPD-Politikerin Bilkay Öney trat mit einem Tweet an Boris Becker jedoch ins Fettnäpfchen.

Mit einer Twitter-Nachricht an Boris Becker hat sich Baden-Württembergs Integrationsministerin so einige Belehrungen eingehandelt. Nachdem bekanntwurde, dass sich der in London lebende Ex-Tennisprofi #link;http://www.stern.de/lifestyle/leute/boris-becker-will-britische-staatsbuergerschaft-beantragen-2200461.html;um die britische Staatsangehörigkeit bemüht#, schrieb ihm die SPD-Politikerin Bilkay Öney am Mittwochabend:

Mehrere Twitter-Nutzer wiesen Öney anschließend darauf hin, dass Deutsche seit 2007 nicht mehr automatisch ihre Staatsangehörigkeit verlieren, wenn sie die eines anderen EU-Mitgliedsstaats erwerben. Es bedarf laut Auswärtigem Amt keiner Beibehaltungsgenehmigung.

"Im Grundsatz gilt in Deutschland die Vermeidung von Mehrstaatigkeit", sagte Öney am Donnerstag. Ihre Kurznachricht auf Twitter sei ein mit einem Augenzwinkern versehenes Hilfsangebot gewesen. "Für mein Jugendidol Boris Becker wünsche ich mir, dass er Deutscher bleibt, auch wenn er eine andere Staatsangehörigkeit annimmt", sagte sie.

Becker stammt gebürtig aus Leimen in Baden-Württemberg. Dort ist er nach Angaben der Stadt aber schon seit Jahren nicht mehr gemeldet.

mod/DPA DPA

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