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Zweiter Jahrestag Arzt von "Patient Null" in Deutschland: erst schwere Wochen, im Herbst die endemische Phase

Sehen Sie im Video: Infektiologe Clemens Wendtner erinnert sich an Corona-"Patient Null" in Deutschland




Hier an der München Klinik Schwabing wurde er behandelt - der erste offiziell mit dem Coronavirus Infizierte in Deutschland: Ein Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto am Standort Stockdorf bei München mit rund 1.000 Mitarbeitern. Und er war damals der behandelnde Arzt, Chefarzt der Infektiologie, Clemens Wendtner. An die Zeit kann er sich noch gut erinnern. "Also am Anfang waren es sehr wenige Patienten, die wenig Symptome hatten. Und die Einschätzung war in den ersten Tagen, dass wir durch ein gutes Containment auch die Lage in den Griff bekommen. Aber bereits Mitte, Ende Februar 2020, als dann die Ischgl-Welle anrollte, war klar, es wird mehr. Und das bestätigte sich in den nächsten Monaten." Inzwischen wurden in der Klinik rund 3800 Coronavirus-Patienten stationär betreut, sagte Wendtner am Donnerstag. Mehr als 900 waren auf der Intensivstation. Rund 500 sind an Covid verstorben, sagte Wendtner. Und eine Entwarnung kann er derzeit nicht geben: "Wir haben noch schwere Wochen vor uns. Danach werde ich auch hoffentlich sehr viel optimistischer das Ganze betrachten können, wenn wir die Impfungen haben. Und dann sollten wir hoffentlich bis Ende 2022 in die endemische Phase kommen." Gerade steigt die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Deutschland steil an. Erstmals hat sie am Donnerstag die Marke von 200.000 übersprungen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg erstmals über die 1000er-Marke.
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An der München Klinik Schwabing wurde er behandelt, der erste Corona-Patient in Deutschland. Clemens Wendtner, sein damaliger Arzt, erinnert sich noch gut. Zwei Jahre später dauert die Pandemie an, doch Wendtner ist vorsichtig optimistisch.

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