Drama um gestrandeten Wal
Wal-Drama: Backhaus will die Nacht vor Ort auf Boot bleiben

Der Buckelwal ist am frühen Morgen bei steigendem Wasserstand plötzlich von selbst losgeschwommen. Nach rund zwei Stunden stoppt
Der Buckelwal ist am frühen Morgen bei steigendem Wasserstand plötzlich von selbst losgeschwommen. Nach rund zwei Stunden stoppte er aber wieder. Am Abend war er wieder in Bewegung - und lag danach wieder ruhig im flachen Wasser. Foto
© Jens Büttner/dpa

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Am Abend hat sich der Wal zeitweilig im flachen Wasser bewegt. Schafft er es aus der Kirchsee-Bucht der Insel Poel heraus? Der Landesumweltminister will mit Nachtsichtgerät vor Ort bleiben.

Der in einer flachen Bucht der Ostsee-Insel Poel gestrandete Buckelwal hat sich am Abend in Richtung Fahrrinne bewegt, ist in der Dämmerung dann aber wieder zur Ruhe gekommen. Dies war in Livestreams von Medien zu sehen. Die Helfer hoffen indes weiter, dass er es bis ins tiefe Wasser schafft und dann den Weg aus der Bucht herausfindet.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) entschied sich, die Nacht vor Ort auf einem Fischereiaufsichtsboot zu verbringen. Er wolle mit einem Nachtsichtgerät beobachten, was weiter passiere, sagte er. An Schlaf werde nicht zu denken sein, aber er sei hart im Nehmen. Er habe in den vergangenen Wochen überhaupt wenig geschlafen. 

Bereits seit rund drei Wochen ist der Buckelwal in der Kirchsee-Bucht. Nachdem er tagelang im bauchtiefen Wasser festlag, schwamm er am Morgen plötzlich los. Nach zwei Stunden blieb er jedoch am Ausgang der Bucht wieder im flachen Wasser liegen, unweit der Fahrrinne. 

Wasserstand soll in der Nacht sinken

Mit eigenen Bewegungen gelangte er am Abend bis auf einige Meter an die Fahrrinne heran. Helfer hatten zuvor Schlick unter dem Tier weggeblasen, um ihm den Start zu erleichtern. Es ist ein Kampf gegen die Zeit: In der Nacht soll der Wasserstand sinken. 

Unterdessen erkrankte die Tierärztin der privaten Rettungsinitiative, Janine Bahr-van Gemmert, wie Backhaus bestätigte. Sie wurde demnach ins Krankenhaus gebracht.

dpa

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