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Eisbären-Nachwuchs in Wuppertal Noch ein Baby für Knuts Vater

Der Wuppertaler Zoo freut sich über seltenen Nachwuchs. Ein kleiner Eisbär kam auf die Welt. Der ungefähr meerschweinchengroße Anori hat den gleichen Vater wie der 2011 verstorbene Knut.

Im Wuppertaler Zoo ist ein kleiner Eisbär zur Welt gekommen. Vater des Jungtiers namens Anori ist der 18 Jahre alte Lars, der 2006 auch den berühmten Berliner Eisbären Knut gezeugt hatte. Mutter Vilma habe ihren Nachwuchs angenommen, sagte ein Zoosprecher am Dienstag.

"Wiegen konnten wir das Junge bisher noch nicht, weil niemand zu der Mutter darf", erklärte der Sprecher. "Es ist aber nur ungefähr so groß wie ein Meerschweinchen." Weil die Wurfhöhle der Eisbärdame nur mit einer Kamera überwacht wird, herrscht auch noch Rätselraten über das Geschlecht des Jungtiers. "Ich glaube, es ist ein Weibchen, aber darüber können wir derzeit nur spekulieren", sagte Zoo-Tierarzt Arne Lawrenz.

Nur ein Zwilling überlebt

Erst im April wird der tapsige Winzling die Wurfhöhle wohl verlassen. Bis dahin ernähre er sich von Muttermilch, sagte Lawrenz. Die neun Jahre alte Vilma hatte am 4. Januar zwei Jungtiere zur Welt gebracht. Eines verendete jedoch kurze Zeit später, woraufhin sie es dem Zoo zufolge "nach Eisbärenart beerdigte", also aufaß. Auch Eisbärstar Knut war ein Zwilling gewesen. Sein Bruder hatte ebenfalls nur wenige Tage überlebt.

Nach der Geburt von Eisbärmädchen Svenja 1995 ist Anori das erste überlebende Eisbärjunge im Wuppertaler Zoo. Der im März 2011 verendete Knut soll derweil im Berliner Zoo ein eigenes Denkmal am Bärenfelsen bekommen - als träumender Jungbär in Bronze. Den Entwurf für die Plastik stellte die Fördergemeinschaft von Tierpark Berlin und Zoo Berlin am Dienstag vor.

kgi/DPA DPA

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