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Fährunglück in Südkorea: Taucher bergen erste Leichen

Drei Tage nach dem Fährenunglück in Südkorea sind erst drei Passagiere gefunden - Taucher haben die Leichen aus dem Wrack der "Sewol" geborgen. 230 Menschen werden noch immer vermisst.

Nach dem Untergang der südkoreanischen Unglücksfähre "Sewol" haben Taucher die ersten Leichen aus dem Wrack geborgen. Wie ein Vertreter der Küstenwache mitteilte, schlugen Taucher kurz vor Mitternacht das Fenster einer Passagierkabine ein und holten drei Tote heraus. Alle drei trugen demnach Schwimmwesten. Sie wurden von Tauchern durch das Kabinenfenster erspäht.

Die Bergung war zunächst an starken Strömungen und schlechter Sicht gescheitert. Ein Vertreter der Küstenwache sagte, Tauchereinsätze für weitere Bergungen würden in der Nacht fortgesetzt.

Die Fähre war am Mittwochmorgen mit 476 Menschen an Bord gekentert und gesunken. Die meisten Passagiere waren Schüler auf einem Schulausflug. Bislang wurden 36 Leichen gefunden, 230 Menschen werden noch immer vermisst. Es wird vermutet, dass sich die meisten Opfer noch im Innern des Schiffes befinden.

Der Kapitän und ein Großteil der 28-köpfigen Besatzung konnten sich retten. Dafür müssen sie sich nun verantworten: Kapitän Lee Joon Seok und zwei weitere Besatzungsmitglieder wurden festgenommen. Gegen sie wurde Haftbefehl wegen Vernachlässigung von Dienstpflichten und Verstoßes gegen das Seerecht erlassen.

jen/AFP / AFP
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