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FARC-Rebellen in Kolumbien: Unteroffizier aus 12-jähriger Geiselhaft entlassen

In Kolumbien ist eine seit mehr als zwölf Jahren von Rebellen festgehaltene Geisel freigelassen worden

Die kolumbianische FARC-Guerilla hat eine ihrer am längsten festgehaltenen Geiseln freigelassen: Die Rebellen übergaben den vor mehr als zwölf Jahren entführten Unteroffizier Pablo Emilio Moncayo gestern an einem geheim gehaltenen Ort im Süden des Landes einer humanitären Delegation.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie schön es ist, wieder die Zivilisation zu sehen

Wenige Stunden später konnte der 32-Jährige auf dem Flughafen der südkolumbianischen Stadt Florencia seine Familie in die Arme schließen. "Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie schön es ist, wieder die Zivilisation zu sehen", sagte Moncayo.

Bereits am Sonntag hatten die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) den im vergangenen April eine Geisel freigelassen. Die FARC erklärte, nun vorerst keine weiteren Geiseln ohne Gegenleistung des Staates mehr freizulassen.

Moncayo war am 21. Dezember 1997 im Alter von 19 Jahren von der Rebellengruppe Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) verschleppt worden. Seine Eltern und vier Schwestern nahmen Moncayo in ihrer Heimatstadt Florencia in Empfang. Seine jüngste Schwester Laura lernte der Soldat erst jetzt kennen, sie wurde vor sechs Jahren während seiner Geiselhaft geboren.

Moncayos Vater war im Jahr 2007 zu Fuß durch halb Kolumbien marschiert, um die Freilassung seines Sohnes zu erreichen. Am Sonntag hatten die FARC-Rebellen einen kolumbianischen Soldaten nach fast einem Jahr Gefangenschaft freigelassen. Es war die erste Freilassung seit einem Jahr.

AFP, APN
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