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Umstrittene Open-Air-Toilette: In Paris dürfen Männer jetzt auf dem Gehweg urinieren – sehr zum Ärger der Anwohner

Um das Problem von Wildpinklern in den Griff zu bekommen, hat die Stadt Paris gerade vier Öko-Urinale mit Kompostfunktion für Männer aufgestellt. Doch bei Anwohnern sorgen die neuen Open-Air-Toiletten für viel Unverständnis.

Ein Mann steht am Ufer der Seine und uriniert in ein "Uritrottoir"

Nicht nur die Aufstellungsorte der neuen "Uritrottoirs" erzürnen die Pariser

AFP

Wenn Männer Druck auf der Blase haben, dürfen sie sich in Paris jetzt völlig legal auf offener Straße erleichtern. Es darf allerdings weiterhin nicht einfach so gegen einen Baum oder gegen eine Hauswand gepinkelt werden, stattdessen testet Paris jetzt – dem Zeitgeist entsprechend – Öko-Urinale. "Uritrottoir", eine Zusammensetzung aus "Urinal" und "Trottoir" (französisch: Bürgersteig) heißt die vom Hersteller selbst als "ökologische Lösung für städtische Bereiche" angepriesene Erfindung.

Mit Stroh statt Chemie gegen Urin-Gestank

Die Idee: Das Öko-Urinal, das mit einem aufgesetzten Blumenkasten geliefert wird, speichert den Urin in einem Behälter mit Material wie Stroh oder Spänen, das anschließend kompostiert werden kann. Die Idee der "Kompost-Toilette" ist allerdings nicht neu. Auf vielen deutschen Großevents und Festivals stehen mittlerweile Toiletten, bei denen beispielsweise mit Sägespänen "gespült" wird. Zum Vergleich: Bei den bekannten Dixi-Klos wird mit Chemie gearbeitet.

Neu ist hingegen der Vorstoß der Stadt Paris. Dort stehen jetzt nämlich auf mehreren Gehwegen insgesamt vier der rot-grauen und mit Blumenbeeten verzierten Open-Air-Toiletten für Männer.

Und was ist mit den Frauen?

Doch jetzt regt sich breiter Widerstand. Viele Einwohner der Stadt sind, gelinde gesagt, "verärgert" über die neuen Pinkelstationen. Und Mängel finden die Bewohner gleich mehrere. Zunächst hätten die neuen Urinale keine ausreichende Sichtblende. Dass Männer mussten also mitten auf dem Bürgersteig ihr bestes Stück herausholen, was viele Bewohner der französischen Hauptstadt verstörte. Besonders pikant: Ein Urinal soll nur wenige Meter von einer Schule entfernt stehen.

Auch der Sexismusvorwurf wird vorgetragen. So erzürnen sich auf Twitter gerade zahlreiche Frauen darüber, dass die Freiluft-Urinale nur den Männern vorbehalten sind. Sie fordern Gleichberechtigung und ebenfalls eine Lösung für Frauen.

Pinkeln an der Seine mit Blick auf Touristenboote

Wieder andere fürchten um das kulturelle Erbe der Stadt. So wurde ein "Uritrottoir" zum Beispiel an der Seine unweit der Notre-Dame aufgestellt. Geht es nach der Stadt Paris, können sich Männer nun, ganz ungeniert und während Touristenboote vorbeifahren, erleichtern. In einem Punkt sind sich alle Kritiker einig: Wer pinkeln muss, sollte das in einem geschlossenen Raum machen. Die Stadt Paris begründet den Test vor allem mit dem gestiegenen Problem von Wildpinklern. Um das unkontrollierte Austreten und das damit einhergehende Geruchsproblem einzudämmen, seien die neuen, mobilen Urinale aufstellt worden.

hh
Themen in diesem Artikel
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?