Für die schwere Misshandlung eines Babys in Meerbusch bei Düsseldorf muss der Vater des Kindes für drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Das Düsseldorfer Landgericht sah es als erwiesen an, dass der 27-Jährige vor zwei Jahren seine Tochter in den ersten achten Lebenswochen mehrfach misshandelte.
Die mitangeklagte 27-jährige Mutter muss wegen fahrlässiger Körperverletzung eine Geldstrafe von 3.150 Euro zahlen. Die Frau, die selbst Krankenschwester ist, hatte ausgesagt, nichts von den Misshandlungen mitbekommen und sie ihrem Ex-Mann auch nicht zugetraut zu haben.
Laut Gericht ist die Verurteilung des Vaters rechtskräftig, die der Mutter nicht. Die Frau hatte sich nach Bekanntwerden der Misshandlungen von ihrem Mann getrennt. Das Kind lebt in einer Pflegefamilie.
Der Verdacht kam ans Licht, als die Mutter mit dem Säugling vor fast zwei Jahren zur Kinderärztin ging. Die Medizinerin stellte nicht nur fest, dass das Baby völlig dehydriert war. Sie stieß auch auf blaue Flecken, Verbrennungen, einen Bruch der Hand und einen lebensgefährlichen Halswirbelbruch. Die Ärztin verständigte die Polizei.