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Parkplatz-Posse: Garagen-Zufahrt ständig zugeparkt: Düsseldorfer löst das Problem auf ganz eigenwillige Art

Es dauerte eine Weile, bis den Anwohnern des Kaiser-Friedrich-Rings in Düsseldorf auffiel, dass zwei Smarts immer an der selben Stelle geparkt waren. Inzwischen wissen die Parkplatzsucher, warum das so ist.

Streetview: Zwei Smarts als Poller an einer Einfahrt in Düsseldorf-Oberkassel

Selbst auf Google-Streetview deutlich zu erkennen: zwei silbermetallic-farbene Smarts, die links und rechts einer Einfahrt parken.

Der Kaiser-Friedrich-Ring in ist eine Straße im noblen Stadtteil Oberkassel. Wer hier wohnt, kann sich glücklich schätzen: freier Blick auf den Rhein, das Flussufer nur ein paar Meter entfernt und dank der ausgedehnten Rheinwiesen trotzdem praktisch keine Überflutungsgefahr. Alles perfekt also, wäre da nicht selbst in dieser feinen Straße das leidige Parkproblem. Und das trieb hier eine ganz besondere Blüte.

Denn obwohl die Straße großzügig angelegt ist und unter Bäumen zahlreiche schattige Parkplätze für die Autos der Anwohner vorgehalten werden, reicht der Platz für die vielen Pkw der Anwohner einfach nicht aus. Es wird also, wie überall, am Straßenrand geparkt. Und das sorgte immer wieder für Ärger - jedenfalls beim Besitzer eines Hauses mit großzügiger Einfahrt für eine Doppelgarage. Dieser musste sich zwar nicht um Parkplätze sorgen, aber darum, ob er - wie Nachbarn der "Rheinischen Post" berichteten - mit seinem mächtigen SUV noch geschmeidig rein- oder rausfahren konnte. Der Grund: Die Stellplatzsucher reizten den Platz häufig bis aufs Äußerste aus, so dass ihre Fahrzeuge so weit in die Einfahrt ragten, dass sich der SUV-Fahrer in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt fühlte.


Zwei Smarts als Poller-Ersatz

Der Mann verfiel einer Idee, die seit einigen Tagen die Runde im Netz macht. Da die Stadt Düsseldorf signalisierte, dass an der Straße Poller nicht zugelassen sind (und womöglich auch Protest der betuchten Anwohner auslösen würden), besorgte sich der Hauseigentümer Ersatz: Er kaufte kurzerhand zwei silbermetallic-farbene und parkte sie links und rechts von seiner Einfahrt - ordnungsgemäß und so, dass er bequem seine Doppelgarage befahren oder verlassen kann.

Die dekadente Idee wird im Netz inzwischen als "Düsseldorfer Lösung" verspottet - man hält ja bekanntlich etwas auf sich in der NRW-Hauptstadt. Die Kosten werden den Anwohner des feinen Kaiser-Friedrich-Rings kaum um den Schlaf bringen. Witzbolde ließen schon wissen, dass es sich nicht um Neuwagen handele. Gebraucht seien die kleinen Flitzer schon ab 1500 Euro zu haben, was der wahre Oberkassler aus der Portokasse zahlt. Übrigens: Fahren kann man mit den Smarts angeblich; wie es heißt, werden sie aber praktisch nicht bewegt. Am Fahrbahnrand wächst erstes Unkraut.

Peinliche Aufnahme: Dieser Einparkversuch ist nichts für schwache Nerven


dho
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