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FAQ: Was heißt Intersexualität?

Das Bundesverfassungsgericht hat ein drittes Geschlecht für den Eintrag im Geburtenregister gefordert. Der stern beantwortet häufig gestellte Fragen zum Zwischengeschlecht.

Von Nicole Heißmann

Intersexualität ist nicht zu verwechseln mit Transsexualität, bei der ein körperlich unauffälliger Mann sich als Frau fühlt oder umgekehrt. Der Begriff intersexuell beschreibt dagegen, dass jemand genetisch, körperlich oder hormonell "zwischen den Geschlechtern" steht, also weder eindeutig männlich noch weiblich ist. Manche sehen äußerlich wie Mädchen aus, haben aber in ihrem Erbgut ein männliches Y-Chromosom (XY-Frauen). Andere sind genetisch Mädchen mit zwei X-Chromosomen, doch ihr Körper produziert soviel Testosteron, dass sie mit einer Art Penis geboren werden. Oft sehen die äußeren Geschlechtsorgane bei der Geburt so uneindeutig aus, dass Hebammen, Eltern und Ärzte rätseln, welches Geschlecht das Kind hat. Seit einigen Jahren haben sich Ärzte bei Intersexualität auf den Begriff "Störungen der Geschlechtsentwicklung" festgelegt. Betroffene kritisieren diesen Begriff jedoch und sehen sich selbst eher als eine "Variante" unter den menschlichen Geschlechtern.

Wie häufig ist Zwischengeschlechtlichkeit?

Bei Neugeborenen liegt die Rate einer Studie zufolge bei 1:2000 bis 1:5000. Wahrscheinlich gibt es aber deutlich mehr Menschen zwischen den Geschlechtern, als jene, die direkt bei Geburt auffallen. Viele wachsen unauffällig als Mädchen oder Jungen auf und werden erst in der Pubertät oder noch später von Veränderungen ihres Körpers überrascht: Mädchen bekommen plötzlich eine tiefe Stimme, Jungen entwickeln Brüste. Manchmal stellen Ärzte Intersexualität auch erst bei Erwachsenen fest: Bei einer Untersuchung fällt zum Beispiel auf, dass eine vermeintliche Frau Hoden im Bauch hat. Hinzu kommt eine Dunkelziffer von Menschen, die mit äußerlich unauffälligem Körper als Mann oder Frau leben und nie von ihrer Intersexualität erfahren. Selbsthilfegruppen schätzen die Zahl der in Deutschland lebenden Zwischengeschlechtlichen auf 80.000 bis 120.000.

Welche Formen gibt es?

Bisher sind ungefähr 20 Varianten von Intersexualität bekannt. Folgende kommen besonders häufig vor:

Adrenogenitales Syndrom (AGS)
Ein Kind von etwa 10.000 wird mit dem Adrenogenitalen Syndrom geboren. Damit gilt AGS als häufigste Form von Intersexualität. Viele AGS-Patienten finden sich aber in dem Begriff nicht wieder und betrachten sich eher als Frauen mit einer Hormonstörung. Schon im Mutterleib arbeiten bei ihnen bestimmte Enzyme der Nebenniere nicht. Dadurch werden zu viele männliche Geschlechtshormone gebildet – und zu wenig Cortisol, manchmal auch zu wenig Aldosteron – Botenstoffe, die den Energie- und Salzhaushalt steuern. Das kann nach der Geburt dazu führen, dass manche AGS-Babys lebensgefährlich viel Salz über die Nieren verlieren. Neugeborene mit männlichem Chromosomensatz (XY) wirken unauffällig, weibliche (XX) oft vermännlicht: Ihre vergrößerte Klitoris kann wie ein kleiner Penis aussehen, allerdings haben sie keine Hoden, sondern Eierstöcke und eine Gebärmutter. AGS-Kinder können schon mit vier bis sieben Jahren die Pubertät und einen Wachstumsschub durchleben und bleiben danach oft sehr klein. Meist werden ihnen Hormone verabreicht, um eine weitere Vermännlichung oder auch einen Salzverlust zu verhindern. Die Mehrzahl fühlt sich als Mädchen oder Frau, manche können nach einer Hormonbehandlung noch Kinder bekommen.

Gonadendysgenesien
Unvollständig ausgebildete Keimdrüsen (Gonaden, also Hoden oder Eierstöcke) sind eine häufige Ursache für Intersexualität und kommen bei Kindern mit männlichem oder weiblichem Erbgut vor. Im Mutterleib bildet der Embryo keine oder sehr kleine Hoden, oft auch nur einen. Dadurch wird wenig oder gar kein Testosteron produziert. Statt Hoden finden sich im Bauch oft nur Stränge aus Bindegewebe. Je nachdem, wie stark der Hormonmangel durch die fehlenden Geschlechtsdrüsen ist, wirkt das Baby äußerlich wie ein Mädchen, intersexuell oder auch wie ein Junge.
Oft fällt eine Gonadendysgenesie erst in der Pubertät auf, etwa wenn ein vermeintliches Mädchen keine Brüste entwickelt oder die Menstruation ausbleibt. Die verkümmerten Keimdrüsen sollen ein gewisses Risiko für Krebs bergen und werden häufig schon bei kleinen Kindern herausoperiert. Die Betroffenen nehmen dann lebenslang Hormone.

Androgen-Insensitivitäts-Syndrom (AIS)
Babys mit AIS haben einen männlichen Chromosomensatz. Schon im Mutterleib produzieren ihre sich entwickelnden Hoden männliche Hormone (Androgene) - allerdings sprechen die Rezeptoren der Körperzellen gar nicht oder kaum auf die Botenstoffe an. Bei kompletter Unempfindlichkeit kommt das Kind äußerlich wie ein Mädchen zur Welt und wird oft gar nicht als intersexuell erkannt. Doch innere weibliche Geschlechtsorgane wie Gebärmutter oder Eierstöcke fehlen, die Scheide endet blind. Viele dieser Kinder fühlen sich als Mädchen. Erst in der Pubertät, wenn sich zwar weibliche Brüste entwickeln, aber Regelblutung und Körperbehaarung ausbleiben, erfahren viele von ihnen, dass sie genetisch männlich sind.
Ist der Androgen-Rezeptor nicht ganz blockiert, kann sich ein Teil der männlichen Hormone durchsetzen und das Kind wird mit uneindeutigem Geschlecht geboren. Die Varianten reichen von einer leicht vergrößerten Klitoris bis zu einem kleinen Penis. Früher wurden solche so genannten XY-Frauen oft zu Mädchen umoperiert, was inzwischen umstritten ist.

Störungen der Androgenproduktion
Um die Männerhormone (Androgene) Testosteron und Dihydrotestosteron zu bilden, braucht der Körper mehrere Enzyme. Vor allem das Dihydrotestosteron bewirkt, dass dem männlichen Embryo ein Penis wächst. Können die männlichen Geschlechtshormone wegen eines Enzym-Mangels nicht produziert werden, sieht das Baby, das von seinen Chromosomen her ein Junge ist, bei der Geburt wie ein Mädchen aus oder hat höchstens eine vergrößerte Klitoris. Solche Kinder vermännlichen in der Pubertät oft dramatisch: Sie kommen in den Stimmbruch, entwickeln einen Penis und männliche Köperbehaarung. Einige wechseln dabei ihre Identität auch komplett vom Mädchen zum Mann.

Wie wird Intersexualität diagnostiziert?

Kinder mit besonderen Geschlechtsmerkmalen werden heute meist bei der Geburt erkannt, manchmal sogar schon in der Schwangerschaft – und damit deutlich früher als vor 20 Jahren. Seit 2005 werden alle Neugeborenen in Deutschland per Bluttest auf das Adrenogenitale Syndrom untersucht. Bei Babys mit auffälligen Genitalien werden heute zudem verschiedene Hormonwerte im Blut bestimmt oder die inneren Geschlechtsorgane (Hoden, Eierstöcke, Gebärmutter) per Ultraschall untersucht, manchmal auch durch Gewebeentnahme.

Was regelt das neue Personenstandsgesetz in Bezug auf die Geschlechter?

Bis vor Kurzem kamen Intersexuelle im bundesdeutschen Recht überhaupt nicht vor. Zum 1. November 2013 tritt nun das geänderte Personenstandsgesetz in Kraft getreten. Paragraph 22 wurde um einen kurzen, aber wichtigen Absatz ergänzt: "Kann das Kind weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden, so ist der Personenstandsfall ohne eine solche Angabe in das Geburtenregister einzutragen." Bislang wurde bei diesen Kindern "männlich" oder "weiblich" vermerkt – künftig wird das Feld für das Geschlecht leer bleiben. Ein Fortschritt, urteilt die Juristin Konstanze Plett von der Universität Bremen, die sich seit längerem mit Intersexualität im Recht befasst: "Jetzt steht erstmals im Gesetz, dass es Menschen gibt, die etwas anderes sind als 100 Prozent männlich oder weiblich. Allerdings sind noch viele Fragen offen". Etwa die, ab wann ein Kind ohne Eintrag sich später doch noch als Mann oder Frau registrieren lassen kann. Oder die Frage, ob jemand ohne Eintrag später einen Mann oder eine Frau heiraten kann: "Ein Mensch ohne Eintrag würde vom Standesamt derzeit sicher zurückgewiesen, wenn er heiraten wollte. Er müsste wahrscheinlich erst den Gerichtsweg gehen und klagen. Und zwei Menschen ohne Eintrag würden vor dem Gesetz als gleichgeschlechtlich gelten und könnten wahrscheinlich nur eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen. Offen ist auch, ob das Gesetz rückwirkend gelten wird: Was heißt das neue Recht für die Kinder und Erwachsenen, die als Intersexuelle leben möchten, aber früher bereits als männlich oder weiblich eingetragen wurden? Kann man diesen Geschlechtseintrag nachträglich löschen lassen?"

Sind geschlechtsneutrale Vornamen in Deutschland erlaubt?

Bis vor wenigen Jahren mussten Eltern in Deutschland ihr Baby eindeutig männlich oder weiblich benennen. Uneindeutige Vornamen mussten damals durch einen eindeutigen Zweitnamen eingeordnet werden. Doch 2008 entschied das Bundeverfassungsgericht, dass es auch erlaubt ist, einem Kind lediglich einen geschlechtsneutralen Vornamen wie Kim, Dominique oder Jona zu geben. Ohne Zusatz.

Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg