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Hermann Dörnemann: Ein Leben in drei Jahrhunderten

Er erlebte zwei Weltkriege, drei Jahrhunderte und vier Währungen: Hermann Dörnemann, ältester Mensch Deutschlands, ist im Alter von 111 Jahren gestorben. Der Düsseldorfer verreiste nie und trank täglich ein Altbier.

Der älteste Mensch Deutschlands, Hermann Dörnemann, ist in Düsseldorf im Alter von 111 Jahren gestorben. Dörnemann starb am Mittwoch in einem Krankenhaus an den Folgen einer Lungenentzündung, bestätigte sein Schwiegersohn Bernhard Klein am Donnerstag. Am 27. Mai wäre er 112 Jahre alt geworden. Zwischenzeitlich galt er sogar als ältester Mann der Welt, bis er nach Angaben des Guinness-Buchs von einem 113 Jahre alten Mann aus Puerto Rico übertrumpft wurde.

Der Düsseldorfer empfand "Sport als Mord", verreiste nie und trank jeden Tag ein Altbier, berichtete seine Familie. Seine Tochter Rita Klein führte das hohe Alter ihres Vaters auch darauf zurück, dass er wegen der Vitamine stets das Kochwasser der Kartoffeln getrunken habe. Außerdem sei er ein ungewöhnlich ausgeglichener Mensch gewesen: "Ich habe ihn nie schimpfen hören. Er war immer zufrieden."

Charmeur und Hobbysänger

Als Gentleman alter Schule habe ihr Vater noch als 100-Jähriger "jungen Damen um die 70" die Tür aufgehalten. Der greise Herr habe gerne Volkslieder gehört und auf der Terrasse auch lautstark mitgesungen, wissen die Nachbarn zu berichten.

Er kam 1893 zu Kaisers Zeiten in Essen im Ruhrgebiet als jüngstes Kind von acht Geschwistern zur Welt, die er alle überlebte. Als kleiner Junge fuhr er mit seinem Vater, einem Sattler, unter Tage, um das Zaumzeug der Bergwerkspferde zu flicken. Als er acht Jahre alt war, wurde sein Elternhaus an das Stromnetz angeschlossen. Im Ersten Weltkrieg wurde Dörnemann durch einen Schuss in den Oberarm verwundet. Seit 1947 lebte der gelernte Elektroingenieur in Düsseldorf. Der rheinische Methusalem, der 1959 in Rente gegangen war, hatte vier Geld-Währungen erlebt: Mark, Reichsmark, D-Mark und Euro.

"Mein Vater ist mit 105 Jahren noch täglich einkaufen gegangen und hat mit mir und meinem Mann bei einem Bierchen Skat gespielt", sagte seine Tochter. Zuletzt an den Rollstuhl gefesselt und erblindet, hatte der geistig wache alte Herr nur bedauert, dass er seine Ur-Enkel Nick und Noelle nicht mehr aufwachsen sehen konnte. Der Tod sei für ihn eine Erlösung gewesen, ist sein Schwiegersohn überzeugt. Dörnemann selbst hatte auf die Frage, wie er so alt werden konnte, eine eigene Antwort: "Ihr pflegt mich zu gut", hatte er seiner Familie lächelnd bescheinigt.

Ältester Mensch kommt jetzt aus Brandenburg

Erst vor wenigen Wochen war die bis dahin zweitälteste Deutsche, eine Hessin, ebenfalls im Alter von 111 Jahren gestorben. Der nunmehr älteste Mensch des Landes lebt im Osten. Es handelt sich laut Bundesverwaltungsamt in Köln um eine 110 Jahre alte Frau aus Brandenburg.

Frank Christiansen/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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