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Anschlag in Berlin Lutz Bachmann prahlt mit Insider-Informationen

Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann
Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann brüstet sich mit Insider-Informationen aus Berliner Polizeikreisen zum Anschlag von Berlin
© Arno Burgi/DPA
Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann will unmittelbar nach dem Anschlag aus Polizeikreisen die Nationalität des mutmaßlichen Täters gekannt haben. Gibt es ein Leck bei den Behörden – oder ist das nur eine perfide Strategie?

Wie kann das passieren? Bereits kurz nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin am Montagabend hat Pegida-Mitgebründer Lutz Bachmann einen Tweet abgesetzt, in dem er von einem "tunesischen Moslem" als Täter sprach. Angeblich stammten seine Infos aus internen Quellen der Berliner Polizei.

Als Bachmann seinen Post veröffentlichte, waren gerade einmal zwei Stunden seit dem  Anschlag vom Breitscheidplatz vergangen. Am Montagabend galt noch ein festgenommener Mann aus Pakistan als tatverdächtig, der später im Lauf des Dienstags wieder freigelassen wurde, weil ihm eine Tatbeteiligung nicht nachgewiesen werden konnte.

Erst am Mittwochnachmittag ging der Generalbundesanwalt mit der Fahnung nach dem Tunesier Anis Amri an die Öffentlichkeit. Daraufhin schrieb Bachmann bei Twitter: "Da stimmte meine Info von 1h nach dem Anschlag wohl doch? Polizei sucht nun doch Tunesier…"

Lutz Bachmanns Tweet wirft Fragen auf

Zufall? Oder gibt es ein Leck in der Führung der Berliner Polizei, so dass Bachmann Informationen zugespielt wurden? Und falls ja: War die Polizei Amri schon früher als gedacht auf der Spur?

Dem Nachrichtenportal "Endstation rechts", das über die Machenschaften der NPD und Rechstextremismus im Allgemeinen informiert, war Bachmanns-Tweet als Erster aufgefallellen und hatte auf die in der Tat merkwürdige zeitliche Konstellation hingewiesen.

kng

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