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Repräsentative Emnid-Studie 90 Prozent der Deutschen wollen neue Wirtschaftsordnung


Das Vertrauen der Deutschen in ihre Wirtschaft scheint erschüttert. Nach einer Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid wünschen sich 90 Prozent der Befragten eine Wirtschaftsordnung, in der Umwelt und sozialer Ausgleich einen größeren Stellenwert einnehmen.

Neun von zehn Deutschen wünschen sich eine neue Wirtschaftsordnung, in der Umwelt und sozialer Ausgleich großgeschrieben werden. Das besagt eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung (Gütersloh). Demnach würden sich auch drei Viertel der Bürger mit einem geringeren Zuwachs an materiellem Wohlstand abfinden, wenn dadurch die Umwelt für künftige Generationen besser erhalten und die öffentliche Verschuldung gesenkt werden könnten. Einen Wohlstand, der durch Schädigung der Umwelt oder hohe Staatsverschuldung erkauft wird, lehnen mehr als 80 Prozent ab.

Die eigentlichen Quellen persönlicher Lebensqualität, so zeige die Umfrage, seien überwiegend immaterieller Natur, hieß es. "Gesundheit" (80 Prozent), "eine intakte Familie und Partnerschaft" (72 Prozent), "sein Leben selbst zu bestimmen" (66 Prozent) und "das friedliche Zusammenleben mit Menschen" sowie "soziales Engagement" (58 Prozent) werden mit Abstand für wichtiger gehalten, als "Geld und Besitz zu mehren" (12 Prozent). Für die repräsentative Erhebung wurden im vergangenen Monat 1001 Frauen und Männer in Deutschland befragt.

DPA DPA

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