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Tripsdrill: Kinder vergessen: Betreuer eines Ferienprogramms lassen zwei Jungen alleine in Freizeitpark zurück

Zwei Elfjährige sind bei einem Ausflug im Freizeitpark Tripsdrill in Baden-Württemberg vergessen worden. Dass die beiden Jungen fehlten, fiel erst auf, als sie ihre Eltern anriefen.

Tripsdrill: Große Achterbahn in einem Freizeitpark in Baden-Württemberg

Beim Durchzählen vor der Rückfahrt aus Tripsdrill hätten zwei Kinder noch den Bus gewechselt, so dass die Betreuer nicht merkten, dass zwei andere fehlten

DPA

Wie zuerst die "Pforzheimer Zeitung" berichtet hatte, wurde eine Gruppe von etwa 100 Kindern mit zwei Bussen in einen Freizeitpark bei Cleebronn gefahren. 

Die beiden Freunde aus Kämpfelbach waren im Rahmen des örtlichen Ferienprogramms in Tripsdrill – und wurden bei der Heimfahrt zurückgelassen. Die Mutter eines der beiden Kinder, Sanem Öztürk, musste die Rückfahrt selbst organisieren.

"Da hätte Schlimmeres passieren können", sagte sie der "Pforzheimer Zeitung". Sie könne nicht verstehen, wie so etwas geschehen konnte. Den Verantwortlichen ginge es zunächst genauso, wie Bürgermeister Udo Kleiner betonte, der auf der Reise als Betreuer dabei war. Erst nach einigem Hin und Her habe man die Sache aufklären können.

Beim Durchzählen vor der Rückfahrt hätten zwei Kinder noch den Bus gewechselt, weshalb die Betreuer nicht merkten, dass zwei andere fehlten.

Ausflüge nach Tripsdrill werden fortgesetzt

Merkwürdig klingt in diesem Zusammenhang die Begründung des Bürgermeisters, dass die beiden Kinder ja schon morgens zu spät zur Abfahrt gekommen seien.

Die gemachten Erfahrungen werde man nutzen, damit es künftig nicht mehr zu solchen Vorfällen komme, betonte Kleiner. Trotz allem leisteten die Ehrenamtlichen, die den Ausflug erst ermöglichten, tolle Arbeit. Deshalb solle der Ausflug nach Tripsdrill auch zukünftig angeboten werden.

Megan Connolly auf der Achterbahn
km / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?