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Getötetes siebenjähriges Mädchen: Soko sucht Mary-Janes Mörder

Ihr Tod erschütterte die Menschen in dem kleinen thüringischen Ort. Vor zwei Tagen fand die Polizei die Leiche der siebenjährigen Mary-Jane. Jetzt suchen die Beamten fieberhaft nach ihrem Mörder. Ihr Ranzen soll wichtige Spuren liefern.

Nach dem gewaltsamen Tod der siebenjährigen Mary-Jane aus Zella-Mehlis in Thüringen sucht die Polizei mit Hochdruck nach dem Täter. Dazu sei eine Sonderkommission gebildet worden, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen in Suhl. Eine wichtige Rolle bei der Suche spiele der rote Ranzen der Schülerin, der bisher noch nicht gefunden worden sei. Medienberichte, wonach am Auffindeort des Mädchens eine Reifenspur entdeckt wurde, wollte die Polizei zunächst nicht bestätigen. Die Leiche der Siebenjährigen war am Samstag von Wanderern in einem Bach unweit ihres Wohnhauses gefunden worden.

Trauergottesdienst für Mary-Jane

In der Heimatstadt ist am Montag ein Trauergottesdienst in der Magdalenenkirche geplant. Dort wollen auch führende Vertreter der Stadt und der Landrat der Siebenjährigen gedenken. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus, ohne weitere Details zu nennen. Offen bleibt etwa die Frage, ob es sich um ein Sexualdelikt handelt. Für Montagmorgen ist in Mary-Janes Schule eine Beratungsrunde geplant, in der es unter anderem um die Sicherheit der Schüler geht. Eltern hatten am Wochenende gesagt, sie würden ihre Kinder nicht mehr alleine nach draußen lassen.

Bürgermeister Karl-Uwe Panse (parteilos) hat seinen Urlaub wegen des Verbrechens unterbrochen. Am Dienstag sei eine Sondersitzung des Stadtrates mit einer Schweigeminute für Mary-Jane geplant, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Viele offene Fragen

Das Mädchen lebte in der südthüringischen 12.000-Einwohner-Stadt zusammen mit seiner 28 Jahre alten Mutter in einem Plattenbau. Der Vater von Mary-Jane, der nicht in Thüringen wohnt, scheidet nach Angaben der Polizei als Tatverdächtiger aus. Zu Fragen nach der Todesursache, den Todesumständen und möglichen Tatverdächtigen wollte sich die Polizei bislang nicht äußern. Unklar ist auch noch, ob der Ort, an dem die Leiche gefunden wurde, der Tatort ist.

liri/DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?