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Golf von Aden: Piraten greifen Bundeswehr an

Im Golf von Aden haben Piraten einen Tanker der Bundeswehr angegriffen. Sieben Seeräuber gaben aus ihren Handfeuerwaffen Schüsse auf das deutsche Tankschiff "Spessart" ab. Gemeinsam mit weiteren Marine-Einheiten gelang es dem Schiff, das Piratenboot zu stellen und die Angreifer festzusetzen.

Ein Versorgungsschiff der deutschen Marine ist im Golf von Aden von Piraten angegriffen worden. Die an der Anti-Piraten-Mission "Atalanta" beteiligte "Spessart" sei bereits am Sonntagnachmittag von einem Boot aus, auf dem sich sieben Piraten befanden, mit Handfeuerwaffen beschossen worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag in Berlin. Es sei aber niemand verletzt worden.

Die "Spessart" verteidigte sich mit Schüssen vor den Bug des Piratenbootes, das daraufhin abdrehte. Der Bundeswehrversorger verfolgte die Piraten und stellte sie schließlich mit Hilfe anderer an der Operation beteiligter Schiffe.

Die Piraten wurden in Gewahrsam genommen und an Bord der Fregatte "Rheinland Pfalz" gebracht. "Derzeit findet die Beweissicherung statt", sagte der Ministeriumssprecher. Über das weitere Vorgehen werde auf Regierungsebene beraten.

Deutschland hatte am 10. März neun somalische Piraten an Kenia überstellt, die eine Woche zuvor im Golf von Aden einen deutschen Frachter kapern wollten und dabei festgesetzt worden waren.

AP/Reuters/DPA / AP / DPA / Reuters