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Google Doodle für Rembrandt von Rijn: Künstler des Goldenen Zeitalters

Bis heute steht der Name Rembrandt gleichbedeutend mit Kunst auf höchstem Niveau. Zum Anlass seines 407. Geburtstags ehrt Google den niederländischen Maler mit einem Doodle.

Von Alexander Meyer-Thoene

Nicht nur für Kunstkenner, sondern auch für Laien ist der Name Rembrandt ein Begriff. Doch wer genau war dieser Mann, dessen Name in einem Zuge mit großen Künstlern der Geschichte wie Rubens, Michelangelo oder Vermeer genannt wird? Rembrandt Harmenszoon von Rijn, allgemein bekannt als Rembrandt, wurde als achtes von neun Kindern als Sohn eines Müllers in Leiden geboren. Obwohl der junge Rembrandt aus einfachen Verhältnissen stammte, legten seine Eltern großen Wert auf eine gute Ausbildung. Nachdem er eine Lateinschule besucht hatte, schrieb er sich im Jahre 1620 zunächst an der Universität Leiden in der philosophischen Fakultät ein.

Doch nur kurze Zeit später entschied er sich für einen anderen Weg - den der Kunst. Nach seiner vierjährigen Ausbildung eröffnete er 1625 in Leiden mit seinem Freund Jan Lievens eine eigene Werkstatt. Seine ersten Erfolge hatte er in Leiden - 1631 zog er nach Amsterdam, wo er sich ebenfalls schnell einen Namen machte. Rembrandts Schaffenszeit fiel in das Goldene Zeitalter, eine Periode, in der niederländische Kunst, Handel und Wissenschaft aufblühten. Hauptthemen seiner Malerei waren historische Motive und Porträts. Besonders das Spiel mit Licht und Schatten gilt als Markenzeichen von Rembrandts Werken. Durch sein einzigartiges Spiel mit Kontrasten gilt er als Meister dieser Technik, des sogenannten Chiaroscuro.

Schicksalsschläge und Armut

Im Jahr 1634 heiratete Rembrandt Saskia van Uylenburgh. Mit ihr hatte der Barockmaler vier Kinder, von denen jedoch nur ein Sohn, Titus, überlebte. Im Jahr 1642 folgte ein weiterer schwerer Schicksalsschlag: Seine Frau starb im Alter von 30 Jahren. Einige Jahre später heiratete der Künstler erneut - seine damalige Haushälterin Hendrickje Stoffels, die er auch in vielen seiner Bilder verewigt hat.

Trotz seines frühen Erfolgs als Maler, Lehrer und Kunsthändler musste Rembrandt aufgrund seines ausschweifenden Lebensstils 1656 Insolvenz anmelden - sein Hab und Gut wurde versteigert. Im Jahre 1663 verlor Rembrandt seine zweite Frau Hendrickje und fünf Jahre später seinen einzigen Sohn. Trotz all seiner privaten Schicksalsschläge gab er bis zu seinem Tod im Oktober 1669 die Kunst nie auf - im Gegenteil, er malte mehr denn je. Heute geht man davon aus, dass sein Werk etwa 350 Gemälde, 300 Radierungen und 1000 Zeichnungen umfasst.

Wie bei vielen Künstlern werden die Werke Rembrandts erst nach seinem Tod teuer gehandelt - bei Auktionen erzielen seine Werke heutzutage astronomische Preise - mehrere seiner Gemälde kamen in den letzten Jahren im zweistelligen Millionenbereich unter den Hammer. 2009 erzielte das Porträt "Ein Mann mit den Armen in der Hüfte" einen Rekordpreis von knapp über 20.000.000 Pfund, das sind mehr als 23 Millionen Euro. Seine bekanntesten Werke wie "Die Blendung Simsons", "Die Nachtwache" oder "Die Anatomie des Dr. Tulp" haben nie an ihrer Anziehungskraft verloren und locken jährlich Tausende von Besuchern in Museen. Heute wäre der 407. Geburtstag des Barockmeisters gewesen.

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