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Drogenschmuggel in Indonesien Hinrichtung von Australiern: Gibt es doch eine Lösung?


Es ist wohl ihre letzte Chance: Zwei wegen Heroinschmuggels in Indonesien zum Tode verurteilte Australier sollen durch einen Gefangenenaustausch ihrer Strafe entgehen. Eine Antwort steht noch aus.

In einem weiteren Versuch, die Hinrichtung der beiden in Indonesien verurteilten Australier noch zu verhindern, hat die australische Außenministerin Julie Bishop einen Gefangenenaustausch vorgeschlagen. Sie sagte am Donnerstag dem Radiosender ABC, sie habe mit ihrer indonesischen Kollegin Retno Marsudi ein "sehr angespanntes" Telefongespräch geführt. Dabei habe sie angemerkt, dass es "australische Gefangene in Jakarta und indonesische Gefangene in Australien" gebe. Sie habe einen Austausch vorgeschlagen und Marsudi habe versichert, ihre Bitte an den indonesischen Präsidenten Joko Widodo weiterzuleiten.

Sie wolle nichts unversucht lassen, um das Leben von Andrew Chan und Myuran Sukumaran zu retten, sagte Bishop. Die Männer waren wegen Heroinschmuggels in Indonesien zum Tod verurteilt worden. Am Mittwoch wurden sie aus dem Gefängnis in Bali abgeholt und auf die Insel Nusakambangan gebracht, wo sie hingerichtet werden sollen. Ein Termin für die Exekution steht noch aus.

Am Donnerstagmorgen fanden sich vor dem Parlament in der australischen Hauptstadt Canberra mehrere Menschen zu einer spontanen Mahnwache für die beiden Australier ein. Auch Premierminister Tony Abbott und Oppositionsführer Bill Shorten nahmen daran teil.

mod/AFP AFP

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