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Joy Johnson: "Marathon-Oma" stirbt nach Rennen

Joy Johnson war 86 und nahm zum 25. Mal am New-York-Marathon teil. Sie stürzte, lief aber trotzdem noch über die Ziellinie. Nur einen Tag später ist die leidenschaftliche Läuferin gestorben.

Ihr 25. New-York-Marathon wurde für Joy Johnson ihr letzter. Die 86-jährige "Marathon-Oma" aus Kalifornien war bei Kilometer 30 gestürzt. Ihre blutende Kopfwunde wurde an der Strecke medizinisch versorgt. Doch Johnson wollte den Marathon zu Ende laufen, statt sich für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus einliefern zu lassen. Sie beendete den Lauf in 7 Stunden, 57 Minuten und 41 Sekunden – und starb einen Tag nach dem Rennen.

Das "Wall Street Journal" (WSJ) berichtet, am Morgen nach dem Lauf sei sie ihrem Ritual gefolgt und habe mit ihrer Medaille vor einem Fernsehstudio auf den Moderator und Schauspieler Al Roker gewartet, um mit ihm einige Worte zu wechseln. Anschließend sei sie zusammengebrochen und wenig später im Bellevue Hospital in Manhattan für tot erklärt worden.

"I want to die running"

Die "Daily News" berichtet hingegen, Johnson habe sich nach dem Interview müde gefühlt. Sie habe sich in ihrem Hotelzimmer hingelegt und sei nicht wieder aufgewacht.

"Wenigstens lief sie, das war der Weg, auf dem sie gehen wollte", zitiert die "Daily News" Johnsons Tochter, Diana Boydston. "I want to die running" (dt.: "Ich will beim Laufen sterben") war laut "WSJ" das Motto der betagten Sportlerin.

tkr
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