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Kalifornien: Gegner der Homo-Ehe legen Berufung gegen Gerichtsurteil ein

Der seit Jahren andauernde Streit um die Homo-Ehe im US-Bundesstaat Kalifornien geht in eine nächste Runde. Nachdem ein Bundesgericht in San Francisco am Mittwoch ein Verbot der Eheschließung zwischen Homosexuellen für unwirksam erklärte hatte, legten die Gegner der Homo-Ehe Rechtsmittel gegen diese Entscheidung ein.

Gegner der "Homo-Ehe" in Kalifornien haben Berufung gegen das Urteil eines US-Bundesrichters eingelegt, der ein Verbot für rechtswidrig erklärt hatte. Damit geht der Streit um die Rechte von Schwulen und Lesben in die nächste Runde. Es war erwartet worden, dass die Befürworter eines Verbots nach dem Urteil vom Mittwoch die nächsthöhere Instanz anrufen würden. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Frage bis vor den Obersten Gerichtshof der USA gelangt.

Richter Vaughn Walker vom US-Bezirksgericht in San Francisco hatte einen Passus in der kalifornischen Verfassung aufgehoben, der 2008 durch eine Volksabstimmung eingeführt worden war. Darin wird die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare ausgeschlossen. Walker urteilte, dass dies gegen die US-Verfassung verstoße und setzte den Passus außer Kraft.

Das zuständige Berufungsgericht muss nun wiederum entscheiden, ob Walkers Urteil Bestand haben soll. Dazu ist den Richtern keine Frist gesetzt, so dass das Verfahren Amerika noch länger beschäftigen könnte. In der Frage, ob Homosexuelle ein Recht zum Heiraten haben sollten, ist die US-Gesellschaft tief gespalten. Bislang können gleichgeschlechtliche Paare nur in den US-Staaten Massachusetts, Iowa, Connecticut, Vermont, New Hampshire und in der Hauptstadt Washington heiraten.

APN / APN
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