Kalifornien Mutter der Achtlinge bittet um Spenden


Riesen-Wirbel um Nadya Suleman, die Mutter der in Kalifornien geborenen Achtlinge: Dass sie ihre insgesamt 14 Kinder nur mit Hilfe staatlicher Unterstützung aufziehen kann, hat für heftige Empörung gesorgt. In Leserbriefen und Blogs machen die Kalifornier ihrem Ärger Luft, schimpfen Suleman eine Idiotin. Die ficht das nicht an. Sie bittet im Internet um Spenden - und will ab Herbst wieder studieren.

Knapp drei Wochen nach der Geburt der kalifornischen Achtlinge bittet die Mutter im Internet um Spenden für ihre Familie. Auf einer eigens eingerichteten Website heißt es: "Wir danken für die Liebe und die guten Wünsche, die uns aus aller Welt geschickt werden." Darauf sind Fotos der sechs Jungen und zwei Mädchen und ihrer 33-jährigen Mutter zu sehen, die sich als "stolze Mutter von 14" präsentiert. Die am 26. Januar geborenen Babys "sind alle gesund und werden täglich kräftiger", schreibt Nadya Suleman. Webseitenbesucher finden einen Link zu einem Spendenkonto und eine Adresse für Geschenksendungen.

Einen Großteil der Kosten für die inzwischen 14 Kinder der arbeitslosen Suleman dürften allerdings die kalifornischen Steuerzahler zu tragen haben - was angesichts eines milliardenschweren Haushaltsdefizits öffentliche Empörung ausgelöst hat.

Bislang wurde Suleman, die neben den Achtlingen schon sechs Kinder im Alter zwischen zwei und sieben Jahren hat, bereits mit Lebensmittelgutscheinen in Höhe von 490 Dollar (380 Euro) monatlich unterstützt. Außerdem erhielt sie staatliche Unterstützung für drei ihrer Kinder, die behindert sind. Die Kosten für die Versorgung der Ende Januar geborenen Achtlinge wird das Krankenhaus vermutlich den Behörden in Rechnung stellen, wie die "Los Angeles Times" schrieb.

Suleman selbst erklärte, die künstlichen Befruchtungen, über die alle ihre Kinder gezeugt wurden, hätten rund 100.000 Dollar gekostet. In der Öffentlichkeit lösten diese Berichte einen Sturm der Entrüstung aus. Im Fall der Großfamilie Suleman brauche es für die Erziehung von 14 Kindern nicht nur das sprichwörtliche Dorf, "sondern die gemeinsamen Mittel von Land, Staat und Bundesregierung", schrieb Tim Rutten, der Kolumnist der "Los Angeles Times", am Mittwoch. Sulemans Geschichte sei einfach grotesk.

Blogger bezeichneten die 33-jährige Mutter als "Idiotin", weil sie sich für weitere Babys entschieden habe, obwohl sie nicht einmal für ihre bisherigen Kinder selbst finanziell habe sorgen können. "Warum sollten meine Frau und ich als Steuerzahler Unterhalt für 14 Suleman-Kinder zahlen", schrieb Charles Murray in einem Brief an die "Los Angeles Daily News".

In ihrem bislang einzigen Interview seit der Geburt hatte Suleman erklärt, sie wolle nicht lang auf öffentliche Unterstützung angewiesen sein. Auf der Website thenadyasulemanfamily.com gibt es gleich zwei Möglichkeiten, um per Mausklick Geld für die Großfamilie zu spenden. Im Interview des Fernsehsenders NBC erklärte Suleman, sie wolle im Herbst ihr Studium an der California State University wieder aufnehmen. Unterstützung erhofft sie sich dabei von der dortigen Kindertagesstätte, freiwilligen Helfern und Krediten.

AP/DPA AP DPA

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