Kasernenunfall Heereschef tritt nach Schüssen zurück


Nach dem Blutbad in einer Kaserne in Carcassonne ist der Generalstabschef des französischen Heeres zurückgetreten. Bei dem Unfall waren 17 Menschen verletzt worden, weil ein Soldat statt mit Platzpatronen mit scharfer Munition geschossen hatte.

Zwei Tage nach dem schweren Unfall in einer Kaserne von Carcassonne mit 17 Verletzten ist der Generalstabschef des französischen Heeres zurückgetreten. Präsident Nicolas Sarkozy habe als Oberbefehlshaber den Schritt des Generals Bruno Cuche akzeptiert, teilte der Élyséepalast am Dienstag mit.

Sarkozy "verfolgt aufmerksam die verschiedenen laufenden Ermittlungen. Er wünscht, dass die Streitkräfte daraus alle Konsequenzen für ihre Organisation und ihr Funktionieren ziehen", hieß es.

Bei einer Vorführung am Tag der Offenen Tür hatte ein Soldat am Sonntag in Carcassonne (Südfrankreich) irrtümlich mit scharfer Munition statt mit Übungsmunition geschossen. Dabei waren 17 Zuschauer verletzt worden, darunter fünf Kinder. Der Schütze wurde unter dem Vorwurf schwerer Nachlässigkeit inhaftiert.

Die Ermittler gehen nach seinem Verhör vorerst von einem Unfall und nicht von einer vorsätzlichen Tat aus. Sarkozy hatte eine "schnelle und harte Bestrafung" der Verantwortlichen gefordert und erklärt: "Die ganze Befehlskette wird sich erklären müssen."

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker