HOME

Köln: Zoo-Wärterin stirbt bei Tigerangriff

Eine offenbar nachlässig geschlossene Sicherheitsschleuse hat im Kölner Zoo für eine Tragödie gesorgt. Ein Tiger entkam und tötete eine Pflegerin. Der Zoodirektor selbst erschoss schließlich das Tier.

Entsetzen im Kölner Zoo: Ein ausgebrochener Tiger hat eine Pflegerin getötet. Das Tier habe die Frau am Samstag angefallen und so schwer verletzt, dass sie gestorben sei, teilte die Polizei mit.

Nach der Attacke auf eine Wärterin konnte die Raubkatze durch eine offenstehende Sicherheitsschleuse aus ihrem Gehege entwischen und in ein angrenzendes Wirtschaftsgebäude gelangen. Wie der "Kölner Express" berichtet, griff Zoodirektor Theo Pagel selbst zum Gewehr. Vom Dach eines nahegelegenen Gebäudes feuerte er mehrmals mit einem Großkalibergewehr. Der Tiger mit dem Namen "Altai" starb.

Möglicherweise Schlimmeres verhindert

Nach dem Ausbruch des Tigers waren Teile des Zoos abgesperrt worden. Die Polizei brachte Besucher und Personal in Sicherheit. Dass der Zoodirektor den Tiger zur Strecke brachte, bevor er auf die Besucherwege und ins Freie gelangte, habe möglicherweise Schlimmeres verhindert, sagte ein Sprecher der Polizei.

Am Abend hatte im Kölner Zoo die zweite "Sommernacht" stattfinden sollen. Ab 19 Uhr sollten die Besucher die Möglichkeit bekommen, das Leben im Zoo nach den üblichen Öffnungszeiten kennenzulernen. "Gehen die Elefanten und die Flusspferde dann direkt schlafen? Ab wann werden Tiger, Löwe und Co. aktiv?" heißt es im Pressetext zur Veranstaltung, die von Zoodirektor Pagel umgehend abgesagt wurde.

Nachdem das Gelände zunächst evakuiert und alle Besucher in Sicherheit gebracht wurden, öffnete der Zoo, so berichtet der "Kölner Express", gegen 13 Uhr wieder seine Tore.

Gefahr für Leib und Leben von Zoobesuchern habe zu keiner Zeit bestanden, versicherte Zoodirektor Pagel: "Der Tiger war in dem Bereich, wo er hingehört." Die Pflegerin hätte sich nicht zusammen mit der Raubkatze in dem Tiergehege aufhalten dürfen, so Pagel. Sie sei an einer Stelle gewesen, wo sie nicht hätte sein dürfen, "wenn das Tier drin ist". Pagel sprach von Unvorsichtigkeit der Pflegerin und einem Bedienfehler an der Sicherheitsschleuse des Geheges. Pagel selbst war zum Zeitpunkt der Attacke des Tigers nicht im Zoo. Er sei gerade an dem Tierpark vorbeigefahren, als das Unglück passierte.

"Es kann nichts dafür"

Tödliche Attacken von Zootieren hatte es in den letzten Jahren immer wieder gegeben. In Wien wurde 2002 eine 21-jährige Pflegerin vor den Augen vieler Besucher von drei Jaguaren angefallen und durch einen Genickbiss getötet. Sie hatte vergessen, die Luke zu den Großtieren zu schließen. Im Chemnitzer Tierpark hatte 2006 ein Leopard seine Pflegerin getötet. Ein Jahr später tötete im französischen Haute-Touche ein Zoo-Löwe einen Tierpfleger, das selbe Tier hatte bereits 2001 im Zoo von Vincennes einen Pfleger tödlich verletzt.

Im Berliner Tierpark Friedrichsfelde wurde 2007 eine erfahrene Pflegerin von einem 350 Kilogramm schweren Moschusochsen erdrückt. Der Sicherungsbalken vor der Gehegetür war nicht korrekt vorgeschoben. Der Bulle gelangte so in das Vorgehege und drückte die 41-jährige Frau gegen ein Gitter. Das Tier blieb am Leben. "Es kann nichts dafür", urteilte der Tierpark-Chef damals.

ins/mcp/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?