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Kolumbien Richterin leitet Online-Verhandlung in Unterwäsche und Zigarette rauchend aus dem Bett heraus – suspendiert

Richterin rauchend im Bett
Die Richterin liegt rauchend im Bett
© Screenshot Twitter
In Kolumbien verhandelte eine Richterin eine Online-Gerichtsverhandlung in Unterwäsche aus ihrem Bett heraus. Nun wurde sie für drei Monate suspendiert.

Fauxpas während Video-Konferenzen passieren schnell. Vor allem, seitdem in der Corona-Pandemie viele Menschen im Homeoffice arbeiten, gibt es immer wieder Zwischenfälle. In Kolumbien gab es in der letzten Woche den Fall einer Richterin, die während einer Online-Gerichtsverhandlung zu viel aus ihrem Privatleben zeigte – und dafür abgemahnt wurde.

Richterin für drei Monate suspendiert

Die Strafrichterin Dr. Vivian Polonia verhandelte gerade über eine Videokonferenz einen Autobomben-Anschlag, der in einer militärischen Einrichtung passiert sein soll. Währenddessen schaltete sich ihre Kamera an und man konnte sie in Unterwäsche im Bett liegen sehen. Sie rauchte dabei eine Zigarette und ihre Augen waren halb geschlossen.

Erst nachdem ein Gerichtsmitarbeiter sie darauf aufmerksam machte, dass sie im Live-Video zu sehen ist, schaltete sie ihre Kamera wieder ab. Da war es aber schon zu spät: Das Video sorgte in Kolumbien in der letzten Woche für großes Aufsehen – und ging viral.

Inzwischen wurde Polonia wegen ihres Auftritts für drei Monate ohne Bezüge suspendiert. Als Erklärung sagt sie, dass sie vor der Verhandlung eine Panikattacke gehabt habe und dass sie sich wegen zu niedrigen Blutdrucks ins Bett legen musste.

In einer öffentlichen Stellungnahme heißt es inzwischen, dass keine Rechtfertigung dafür gefunden wird, warum sich die Richterin in einem solchen Zustand präsentiert hat und "sie doch die Einrichtungen ihres eigenen Hauses und alle notwendigen Annehmlichkeiten hatte, um sich auf eine öffentliche Anhörung angemessen und mit dem Respekt vorzubereiten, den eine solche Anhörung verdient." In der Vergangenheit hat sich Polani auch auf Instagram sehr freizügig gezeigt.

Fall erinnert an andere Fehltritte in Online-Konferenzen

Unvergessen bleibt wohl der Auftritt von Professor Robert E. Kelly, der in einem Skype-Interview mit der BBC eine Einschätzung zur politischen Lage in Südkorea darlegen sollte. Während ihr Vater live kommentierte, stürmen seine Kinder ins Büro. Die Ehefrau versuchte mühevoll, die Kinder wieder aus dem Raum zu holen, doch da war es schon passiert. Das Video ging anschließend viral und amüsierte sehr viele Menschen.

Quellen: "Bild", "Jurios"

ky

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