Konjunktur Rosige Zeiten für die Wirtschaft


Die Wirtschaft in Deutschland erholt sich - und dieser Kurs kann laut Institut der deutschen Wirtschaft ein halbes Jahrzehnt dauern. Die Firmen sind investitionsfreudig, die Exporte rekordverdächtig. Das hat auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Der Erholungskurs der Wirtschaft könnte nach Einschätzung des IW-Institutes noch lange weiter gehen. Für das laufende Jahr erwartet das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ein Wachstum von 2,5 Prozent. 2008 dürfte das Plus 2,2 Prozent betragen. Triebkraft des Aufschwungs seien zunehmend die Investitionen, sagte IW-Direktor Michael Hüther in Berlin.

Zusammenarbeit von In- und Ausland beim Wachstum

Sofern das Wachstum gleichermaßen vom In- und Ausland getragen werde, könnte es ein halbes Jahrzehnt anhalten. "Der Pfad ist angelegt. Es kann gelingen", sagte er. Erstmals seit Ende der 80er Jahre stünden die Chancen gut dafür. Bisher hatte das IW für dieses Jahr nur ein Wachstum von rund zwei Prozent erwartet.

Die Investitionen in Maschinen und Anlagen werden dem IW zufolge 2007 um 4,5 und 2008 um rund vier Prozent zulegen. Die Hälfte von insgesamt mehr als 2000 befragten Firmen im Westen und ein Drittel im Osten wollten mehr investieren als im Vorjahr. "Die Investitionstätigkeit ist ungewöhnlich rege", betonte der IW-Direktor.

Konsumzuwachs prognostiziert

Beim Konsum könne davon noch nicht die Rede sein. Doch werde die erfreuliche Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt die Nachfrage der Verbraucher beflügeln. Die Erfahrung habe gezeigt, dass ein Prozent mehr Beschäftigung ein Konsumplus von 0,8 Prozent nach sich ziehe. Für 2007 rechnen die Forscher mit einem Zuwachs von fast einem Prozent, 2008 mit 1,2 Prozent. "Damit wachsen die Bäume noch nicht in den Himmel", sagte Hüther. Künftig sei aber mehr drin.

Wegen der brummenden Weltwirtschaft geht auch die Rekordjagd der Exporte dem IW zufolge nicht zu Ende. "Der globale Investitionszyklus wird unvermindert in den Auftragsbüchern der deutschen Industrie landen." Die Ausfuhren würden 2007 insgesamt neun Prozent und 2008 noch einmal 7,5 Prozent zulegen.

Sinkenden Arbeitslosenzahlen

Am Arbeitsmarkt setzt sich Hüther zufolge die kräftige Erholung fort. Die Zahl der Arbeitslosen werde 2007 auf 3,85 und 2008 weiter auf 3,62 Millionen sinken.

Reuters Reuters

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