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Sexuelle Belästigung: Mit der Falschen angelegt: Kraftsportlerin schlägt auf offener Straße Grabscher nieder

Die US-Amerikanerin Leanna Carr war allein auf Reisen durch Irland. In Dublin wurde sie Opfer eines dreisten Grabschers – der seine Tat allerdings schnell bereut haben dürfte.

Kraftsportlerin Leanna Carr zeigt ihre Muskeln

Kraftsportlerin Leanna Carr zeigt bei einem Wettbewerb ihre Muskeln

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Wird man als Frau Opfer sexueller Belästigung, verpuffen oft all die ganz selbstverständlichen Vorsätze, die man für so eine Situation mal gefasst hatte. Statt zu schimpfen, zu schreien oder zu schubsen bleibt einem die Stimme weg und der Körper verfällt in Schockstarre – so fassungslos und entsetzt ist man. Etwas anders sah allerdings die Reaktion einer US-Amerikanerin aus, die auf ihrer Reise durch auf einen dreisten Grabscher traf.

Die junge Frau reagierte geistesgegenwärtig

"Als ich Anfang der Woche in eine Straße entlanglief, kniff mich ein Mann in den Po", berichtet Leanna Carr auf Twitter. "Er lachte hysterisch und sagte: 'Als Amerikanerin magst du das doch bestimmt!'" Zwar hatte der Täter offenbar an Leannas Akzent ihre Herkunft feststellen können, etwas anderes hatte er aber übersehen: ihre Muskeln.

Leanna Carr ist leidenschaftliche Gewichtheberin und kann sich in Sachen Stärke mit jedem Durchschnittsmann messen. Das bekam auch der Grabscher in Dublin zu spüren: "Ich war noch nie eine gewaltbereite Person und ich habe nie zuvor jemanden geschlagen – aber ich war so wütend und hatte so viel Adrenalin in mir, dass meine erste Reaktion war, ihn zu schlagen." Und das tat die 26-Jährige. "Ich hab ihn am Wangenknochen erwischt. Hart."

Auf teilte sie ein Foto ihrer geröteten Handknöchel – das Bild lässt erahnen, dass der Grabscher nicht ungeschoren davonkam. "Ich fing an, ihn anzuschreien", sagte Leanna der Zeitung "Irish Independent". "Fass niemals wieder ein Mädchen an, oder ich bringe dich in den Knast!"

"Ich fing an, ihn anzuschreien"

Zuerst reagierte der Täter wütend. "Ich dachte, er will zurückschlagen." Aber dann bemerkte er mehrere andere Menschen, die die Situation beobachteten. "Da war ein älteres Ehepaar, das dem Ekel klarmachte, er solle sich vom Acker machen", berichtet die amerikanische Kraftsportlerin. Der Mann nahm sich das zu Herzen und verschwand in der Menge.

Leanna Carr war sich nicht sicher, ob sie richtig gehandelt hatte. Zwar war sie entschlossen, den Grabscher nicht einfach so mit seiner Tat davonkommen zu lassen, andererseits heißt sie Gewalt an sich nicht gut. Nachdem sie ihre Geschichte auf Twitter erzählt hatte, war das Feedback aber enorm – und fast ausschließlich positiv.

Die Reaktionen waren überwältigend positiv

"Ein Bekannter hat das vor ein paar Jahren bei mir gemacht. Ich war so perplex, dass ich überhaupt nichts tun konnte. Ich wünschte, ich hätte deine Geistesgegenwart gehabt", kommentiert eine Twitter-Nutzerin.

"Du hast das für uns alle getan!", lobt eine andere Frau. "Deine Knöchel sehen aus, als würde er diese Begegnung noch eine Weile im Gedächtnis behalten."

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wt