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Politiker toben: US-Jägerin postet Trophäen-Fotos nach Ziegenjagd in Schottland - und wird heftig angefeindet

Die amerikanische Jägerin und TV-Moderatorin Larysa Switlyk hat einen ordentlichen Bock geschossen – sowohl wörtlich, als auch sinnbildlich. Mit ihrer Ziegenjagd sorgt sie bei schottischen Politikern für gewaltigen Unmut.

Eine Ziege steht vor einem Tal in den Bergen

Mit dem Gewehr auf Ziegen Jagd machen - Der Jägerin Larysa Switlyk bringt das viel Ärger ein

DPA

Sie bezeichnet sich selbst als "hardcore huntress": Larysa Switlyk, 33 Jahre alt und begeisterte Jägerin. Die US-Amerikanerin hat ihr Hobby sogar zum Beruf gemacht und zeigt in ihrer eigenen Sendung "Larysa Unleashed" ihre Abenteuer – sei es beim Jagen oder Fischen.

Eines ihrer liebsten Jagdgebiete ist Schottland, wo sie jetzt die Wut schottischer Politiker auf sich gezogen hat, berichtet die BBC. Denn dort habe Larysa Switlyk auf der schottischen Insel Islay Ziegen gejagt – und das bei Twitter gepostet. Dort posiert die junge Jägerin in einem Camouflage-Anzug mit den geschossenen Tieren. Sie beschreibt unter einem Bild die Ziegenjagd auf der kleinen Insel als 'einmalig' und unter einem anderen, dass sie sich in Schottland 'prächtig amüsiere'.

Politiker außer sich über Jagd

Im Vereinigten Königreich sei das Jagen von solchen Ziegen auf privatem Grund nicht illegal. Mehrere Tourismusverbände würden solche Jagden auf die Ziegen anbieten, die in Großbritannien als invasive Art gelten. Dort hätte man schon Maßnahmen getroffen, um den Bestand der Ziegen zu reduzieren, berichtet die BBC weiter.

Trotzdem stoßen die Jagd-Posts von Larysa Switlyk bei Michael Russel, Mitglied des schottischen Parlaments sauer auf. BBC Scotland sagte er, die Bilder der Jägerin seien "schrecklich" und, dass Menschen zu sehen, die sich "in Camouflage mit Scharfschützengewehren über das Töten einer Ziege, geschweige denn eines Widders, freuen", inakzeptabel sei. Er sei der Meinung, dass die Mehrheit der Leute ein solches Verhalten nicht tolerieren würde.

Michael Russel habe sich in diesem Anliegen deshalb an die schottische Umweltministerin Roseanna Cunningham gewandt, die er aufforderte, die Ziegenjagd auf der Insel Islay unverzüglich zu stoppen, ebenso wie Mitglieder der Schottischen Grünen, berichtet die BBC weiter. Die schottische Regierung habe dies zur Kenntnis genommen, betonte aber, dass solche Jagden nicht illegal seien und zur Artenkontrolle beitragen würden, so der Sender.

Jägerin äußert sich bei Instagram

Laut der Zeitung "The Sun" sei bereits eine Petition gestartet worden, die die Jagd in Schottland verbieten solle. Unterdessen äußerte sich die Jägerin bei Instagram zu den Bildern: "Nichts ist besser, als sich von dieser Social-Media-getriebenen Welt zu trennen und sich mit der Natur zu verbinden. Hoffentlich bringt das genug Zeit für all die ignoranten Menschen da draußen, die mir Morddrohungen schicken, um sich über Jagd und Konservierung zu bilden. Zu eurer Information, ich war vor über einem Monat in Schottland ...".

Die Reaktionen auf ihren Post sind alles andere als freundlich: Mit Kommentaren von "du widerst mich an" bis "verrotte in der Hölle" haben viele Instagram-User ihre Wut geäußert. Ob Larysa Switlyk nochmal zum Jagen nach Schottland kommen wolle, verschwieg die "hardcore huntress" allerdings.

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rw
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