Manuel Bartsch Aus der Haft in die Uni


Der Deutsche Manuel Bartsch, 18, lebt seit zehn Jahren lebt bei seinem Stiefgroßvater in Ohio. Weil der nie einen Aufenthaltserlaubnis für den Enkel stellte, sollte der Teenager ausgewiesen werden. Doch nun kommt ihm eine Universität zur Hilfe.

Ein vor kurzem noch von Ausweisung bedrohter deutscher Schüler kann nun doch in USA ein Studium beginnen. Eine Universität aus dem Staat Ohio habe dem 18-jährigen Manuel Bartsch ein Stipendium angeboten, berichtete die Zeitung "The Lima News" am Donnerstag. Zusätzlich hätten Freunde und Nachbarn rund 9000 Dollar (6500 Euro) gesammelt, damit er für seine Lebenshaltungskosten aufkommen könne. Da der Deutsche noch keine Aufenthaltsgenehmigung für die USA hat, darf er keine Arbeit annehmen.

Nun will Bartsch am Heidelberg College, das 1850 von deutschen Einwanderern gegründet wurde, Betriebswirtschaftslehre studieren. Der im unterfränkischen Esselbach geborene Bartsch kam 1997 mit seinem amerikanischen Stiefgroßvater in die USA und wohnt seitdem in Gilboa im Nordwesten Ohios. Erst als er sich im vergangenen Jahr um einen Universitätsplatz bewarb und dafür persönliche Unterlagen präsentieren sollte, stellte sich heraus, dass der Stiefgroßvater nie eine Aufenthaltserlaubnis für den Jungen stellte. Ein Richter ordnete daraufhin Bartschs Festnahme und die Prüfung einer Ausweisung nach Deutschland an. Um die Jahreswende saß der Junge zwei Wochen lang in Abschiebehaft. Seitdem setzen sich nicht nur Freunde, sondern auch prominente Politiker dafür ein, dass Bartsch in den USA bleiben kann.

AP AP

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