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Australien: Mann rast absichtlich in Menschenmenge - drei Passanten tot

In Melbourne ist ein Mann absichtlich mit einem Auto in eine Fußgängermenge gerast. Drei Menschen starben, 20 weitere wurden verletzt. Die Polizei glaubt aber nicht an einen terroristischen Hintergrund.

Helfer in der Fußgängerzone von Melbourne - Mann war in Fußgängerzone gerast

Rettungsteams im Zentrum von Melbourne: In der Bourke Street ist ein Mann mit seinem Auto in eine Fußgängergruppe gerast.

In der australischen Stadt Melbourne ist ein Autofahrer in eine Gruppe Fußgänger gerast und hat drei Menschen getötet sowie rund 20 weitere verletzt. Der Mann habe offenbar vorsätzlich gehandelt, einen terroristischen Hintergrund habe die Tat jedoch nicht, sagte der Polizeichef des Bundesstaates Victoria, Stuart Bateson, am Freitag. Unter den tödlich verletzten Opfern soll einem Bericht der "Herald Sun" auch ein Kind sein.

Der Verdächtige sei in Polizeigewahrsam. Es gebe vermutlich einen Zusammenhang mit einer vorherigen Messerstecherei in der U-Bahn der Stadt. Es sollen auch Schüsse gefallen sein.


"Die Menschen einfach aufgegabelt"

"Er hat nicht gestoppt und die Leute, die gerade vorbeigingen, versuchten wegzukommen und er hat einfach weitergemacht und Menschen auf seinem Weg aufgegabelt", sagte ein Augenzeuge der Zeitung "Herald Sun". Fernsehbilder zeigten ein beschädigtes rotes Auto mit gesplitterter Windschutzscheibe und offenen Türen am Tatort. Schwerbewaffnete Polizisten sperrten die Umgebung ab.

Örtliche Medien berichteten, die Polizei habe auf den Fahrer geschossen. Dieser habe nur eine rote Unterhose und weiße Schuhe getragen. Auf einem Video war im Internet zu sehen, wie ein rotes Auto an einer Kreuzung mehrmals im Kreis fuhr und zwei Männer versuchten, es aufzuhalten. Bilder in sozialen Netzwerken zeigten Sanitäter, die auf der Straße liegende Menschen behandelten, und Polizisten, die das Wrack des Autos umstellt hatten.

dho / DPA / AFP
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?