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Millionen-Coup im "KaDeWe": Kamen die Diebe gleich zwei Mal?

Der Millionenraub im Berliner Nobelkaufhaus "KaDeWe" ist offenbar noch dreister als gedacht: Nach ihrem ersten Beutezug sollen die Räuber einen Teil ihres Diebesguts auf dem Dach zwischengelagert haben und dann noch einmal zurückgekehrt sein, um weiteren Schmuck zu stehlen.

Der Millionen-Coup im Berliner "KaDeWe" verlief anscheinend noch dreister als bislang angenommen. Die Einbrecher sind nach Informationen von "Morgenpost Online" zweimal in die Schmuckabteilung des Juweliers Christ im Erdgeschoss des Kaufhauses eingestiegen.

Auf dem Überwachungsvideo tauchten die drei Täter nach ihrem ersten Beutezug wenig später nochmals im Erdgeschoss auf, wie das Internetportal der "Berliner Morgenpost" am Mittwoch unter Berufung auf Polizeikreise berichtete. Die Ermittler gingen davon aus, dass die Männer ihre Beute möglicherweise auf dem Gebäudevordach zwischenlagerten und dann wenig später zurückkehrten, um weitere Vitrinen auszuräumen.

Die Polizei lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. "Mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen kommentieren wir das nicht", sagte Polizeisprecher Bernhard Schodrowski der Deutschen Presse-Agentur. Bislang hat die Polizei offiziell lediglich mitgeteilt, dass man die Tatzeit auf Sonntag, den 25. Januar, 5 Uhr, bis Montag, den 26. Januar, 6 Uhr, eingrenzen könne. Laut "Morgenpost Online" ist jedoch auf dem Überwachungsvideo eine genaue Uhrzeit angegeben, als die Täter im Bild auftauchen.

Nach Polizeiangaben waren die Einbrecher über eine Leiter auf das Vordach über einem Seiteneingang des "KaDeWe" geklettert. Sie stiegen durch ein Fenster im ersten Stock in das Gebäude ein und brachen in der Schmuckabteilung im Erdgeschoss Schränke und Vitrinen der Juwelierkette Christ auf. Die genaue Höhe der Beute ist unklar, spekuliert wird über einen Millionenbetrag. Christ jedenfalls hat maximal 100.000 Euro Belohnung ausgesetzt. Ein Wachmann meldete den Einbruch am vergangenen Montagmorgen.

DPA / DPA