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Berliner Bode-Museum: Neue Spuren im Goldmünzen-Raubfall

Nach dem Diebstahl der millionenschweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum haben Unbekannte versucht, Spuren in einem bei den Ermittlungen sichergestellten Auto zu vernichten, berichtet die Staatsanwaltschaft.

Gestohlene Millionen-Goldmünze

Die 100 Kilogramm schwere Münze war Ende März aus dem Berliner Bode-Museum gestohlen worden - von der Beute fehlt noch immer jede Spur

Es geschah bereits vor über einem halben Jahr. Bei dem spektakulären Diebstahl in Berlin hatten Einbrecher Ende März eine weltweit einmalige, hundert Kilo schwere Millionen-Münze aus dem Bode-Museum entwendet. Die sogenannte "Golden Maple Leaf" steht wegen ihres unerreichten Feingoldstandards im Guinness-Buch der Rekorde. Nun sind neue Spuren in dem Fall aufgetaucht: Unbekannte versuchten die Spuren in einem von der Polizei sichergestellten Auto zu vernichten.

Die Täter verschafften sich Zugang zu dem Gelände der Polizei, auf dem das Auto abgestellt war und sprühten Feuerlöschschaum in den Wagen, wie der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Dienstag mitteilte. Der Versuch war allerdings nicht erfolgreich: Die Untersuchung des Autos habe ergeben, dass aufgrund der Spuren - Goldanhaftungen - Verbindungen zum Goldmünzen-Diebstahl bestünden, so Steltner.

Das beschlagnahmte Auto zeigt eindeutige Hinweise

Das Auto war am 5. Juli beschlagnahmt worden, weil es in einen Unfall verwickelt war. Es könnte sich um einen Fluchtwagen der Münzdiebe handeln, hieß es. Steltner erklärte, das Auto sei nach einem illegalen Autorennen beschlagnahmt worden. Eine Polizeisprecherin hatte zunächst lediglich bestätigt, dass es Unbekannten an dem Tag gelungen sei, auf das Gelände in der Belziger Straße im Stadtteil Schöneberg zu gelangen. Die Ermittlungen liefen.

Eine Woche nach diesem Vorfall hatte die Polizei bei einer Razzia im Zusammenhang mit dem Münzdiebstahl mehrere Männer festgenommen. Von ursprünglich vier Verdächtigen sind inzwischen noch zwei in U-Haft. Die hatte damals mitgeteilt, sie gehe von einer organisierten Bandenstruktur aus, die Ermittlungen richteten sich gegen einen arabischstämmigen Clan.

Auch ein Wohnwagen gilt als verdächtig

Am Dienstag gab die Polizei einen weiteren Einbruch bekannt: Am vergangenen Freitag habe ein 31-Jähriger versucht, auf dem Gelände der Behörde im Ortsteil Biesdorf einen Wohnwagen aufzubrechen. Beamte hatten den Wagen tags zuvor sichergestellt. Der Mann wurde festgenommen. Gegen ihn wird wegen Hausfriedensbruchs ermittelt. Die Polizei wollte zu den Hintergründen keine weiteren Angaben machen.

Es ist nicht das erste Vorkommnis dieser Art: Im Oktober gab es zwei Fälle, in denen Unbekannte je ein von der Polizei sichergestelltes Auto stahlen. Die Wagen waren ebenfalls auf dem Gelände der Polizei in Biesdorf abgestellt. Im September erntete die Behörde Spott für einen Einbruch im Polizeipräsidium im Stadtteil Tempelhof. Unbekannte Täter hatten dort Vitrinen und Schaukästen im Polizeimuseum aufgebrochen und Antiquitäten gestohlen. Auf Fragen zu den Schutzvorkehrungen und zum Vorgehen der Täter gab es am Dienstag zunächst keine Antworten von der Polizei.

dm mit DPA

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