Oldenburg Holzklotz-Werfer wegen Mordes angeklagt


Die Staatsanwaltschaft Oldenburg klagt den mutmaßlichen Holzklotz-Werfer Nikolai H. an - und zwar wegen Mordes. Er soll einen sechs Kilo schweren Klotz über eine Autobahnbrücke geworfen haben. Der Klotz durchschlug die Scheibe eines BMW, eine Mutter von zwei Kindern starb.

Vier Monate nach dem tödlichen Holzklotzwurf von einer Autobahnbrücke hat die Staatsanwalt Oldenburg den mutmaßlichen Täter wegen Mordes angeklagt. Dem 30-jährigen Mann aus Rastede wird zudem vorsätzlicher gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen, wie die Ermittlungsbehörde in Oldenburg mitteilte.

Laut Anklage soll der drogenabhängige Nicolai H. am Ostersonntag einen etwa sechs Kilo schweren Holzklotz bei Oldenburg von einer Autobahnbrücke geworfen haben. Der Klotz durchschlug die Windschutzscheibe des Autos einer vierköpfigen Familie und traf die Mutter, die auf dem Beifahrersitz saß. Die 33-Jährige starb vor den Augen ihres Mannes und ihrer Kinder an der Unfallstelle.

Nun muss das Landgericht Oldenburg über die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheiden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Unterdessen ist für den Freitag vor dem Amtsgericht der Stadt ein Haftprüfungstermin für den mutmaßlichen Täter anberaumt worden. Der Termin sei von den Anwälten des Verdächtigen beantragt worden, bestätigte Staatsanwalt Stefan Schmidt Medienberichte. Dabei solle auch ein Zeuge gehört werden. Schmidt hält das für nicht erforderlich: "Wir sehen dazu keine Veranlassung." Aus Sicht der Staatsanwaltschaft gebe es keine Anhaltspunkte, den Haftbefehl gegen den 30-Jährigen infrage zu stellen.

Der Drogenabhängige hatte die Tat im Mai zunächst gestanden und als Grund allgemeinen Frust genannt. Daraufhin wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen. Später widerrief der 30-Jährige sein Geständnis.

AP/DPA AP DPA

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