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Sotheby's-Auktion: 17 Millionen Euro für eine "superkomplizierte" Taschenuhr

Sie gilt als die aufwändigste per Hand gefertigte Uhr der Welt: Die "Henry Graves Supercomplication". In einem Bieterwettkampf verteidigte sie jetzt ihren Titel als teuerste Uhr.

Eine goldene Taschenuhr aus dem Hause Patek Philippe hat bei einer Auktion in Genf für die Rekordsumme von 21,3 Millionen Dollar (17,1 Millionen Euro) den Besitzer gewechselt. Damit verteidigte die "Henry Graves Supercomplication" ihren Status als teuerste jemals versteigerte Uhr, wie das Auktionshaus Sotheby's mitteilte. Zuzüglich der Gebühren muss der anonyme Käufer 24 Millionen Dollar für das 500 Gramm schwere Unikat bezahlen. Bereits im Jahr 1999 hatte die Uhr bei einer Auktion einen Rekordpreis erzielt, damals erhielt der Käufer für elf Millionen Dollar den Zuschlag.

Der Schätzwert der Uhr lag bei 15 Millionen Dollar. Beim anschließenden Bieterwettkampf wurde der Preis am Dienstag aber dann in die Höhe getrieben. Sotheby's-Uhrenexperte Tim Bourne bezeichnete die Taschenuhr als "Ikone des 20. Jahrhunderts, ein Meisterwerk, das die Uhrmacherei auf die Ebene der Kunst erhob".

Die "Henry Graves Supercomplication" gilt als aufwändigste per Hand gefertigte Uhr der Welt. Sie besteht aus 900 Einzelteilen und ist nach ihrem Auftraggeber, dem New Yorker Banker Henry Graves, benannt. Nach dreijähriger Forschungsarbeit dauerte es weitere fünf Jahre, bis die Schweizer Manufaktur Patek Philippe die Uhr fertigstellte. Zu ihren Zusatzfunktionen zählt unter anderem ein ewiger Kalender. Daneben werden die Mondphasen und die Sternzeit angezeigt, auch die Zeit des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs lässt sich ablesen.

stb/AFP / AFP