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Preiserhöhungen von Süßigkeiten zum Fest: Schoko-Schmu mit Weihnachtsmann

Die Süßwarenindustrie lässt sich die weihnachtliche Verpackung fürstlich bezahlen. Eine Verbraucherzentrale hat errechnet: Süßes als Glocke oder Tannenbaum ist oft mehr als doppelt so teuer.

Wer jetzt ins Schokoladenregal greift, sollte sich nicht vom vorweihnachtlichen Süßigkeitenrausch benebeln lassen: Die Verbraucherzentrale Hamburg hat festgestellt, dass Süßwaren in einer Weihnachtsverpackung oft mehr als doppelt so teuer sind wie die Standardprodukte.

Weihnachtszuschlag oft mehr als 100 Prozent

So verlangt etwa Ferrero für Rocher in der weihnachtlichen Plastikglocke 41 Cent pro Kugel, in der Normalpackung kostet sie 18 Cent. Weihnachtszuschlag: 128 Prozent. Zwei einfache Pappsterne auf der Merci-Packung - und Storck berechnet 2,24 Euro. Dadurch verdoppelt sich der Preis im Vergleich zur Standardware. Milkas als Weihnachtsmann verkleidete Tafel Schokolade wird so um 62 Prozent teurer.

Die Verbraucherzentrale hat insgesamt 24 Süßwaren gefunden, bei denen sich die Hersteller die weihnachtliche Aufmachung ihrer Waren deutlich teurer bezahlen lassen. Sprecher Armin Valet rät: "Verpacken Sie die süßen Sachen individuell und kreativ selbst. Muten Sie ihren Kindern gerade zur Weihnachtszeit keine Dauerwerbung im Kinderzimmer zu."

Vorsicht, Sonderflächen!

Und die Verbraucherschützer weisen auf einen weiteren Trick hin, den Supermärkte nutzen: Die weihnachtlich verpackten Produkte werden hoch aufgetürmt auf Sonderflächen angeboten. Dadurch fallen Sie nicht nur besonders auf: Gleichzeitig ist es auch fast unmöglich, einen Preisvergleich mit dem Standardprodukt im normalen Regal zu ziehen, so die Verbraucherzentrale. Bei manchen Weihnachtsprodukten auf Sonderflächen würden Preise sogar komplett fehlen.

fw