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Prozess in Aachen: Neuer Mordverdacht gegen ehemaligen SS-Mann Boere

Gegen den früheren SS-Mann Heinrich Boere gibt es neue Anschuldigungen wegen Mordes. Die Nebenklage im Aachener Mordprozess hat Strafanzeige wegen Mordes in sieben weiteren Fällen gestellt.

Gegen den früheren SS-Mann Heinrich Boere gibt es neue Anschuldigungen wegen Mordes. Die Nebenklage im Aachener Mordprozess hat Strafanzeige wegen Mordes in sieben weiteren Fällen gestellt. Das teilten die Nebenkläger am Donnerstag dem Aachener Landgericht mit. Der 88-Jährige ist bereits angeklagt wegen Mordes an drei niederländischen Zivilisten, die er während der deutschen Besatzung im Jahr 1944 erschossen haben soll. Jetzt werfen ihm die Nebenkläger zusätzlich vor, er habe 1944 auch als Spion niederländische Fluchthelfer verraten, von denen sieben in Folge starben.

Die Selbstdarstellung Boeres als bloßer Befehlsempfänger sei damit widerlegt, sagten die Nebenkläger Detlef Hartmann und Wolfgang Heiermann. Mit krimineller Energie und mit Heimtücke habe Boere die Fluchthelfer-Szene in den von Nazis besetzten Niederlanden ausspioniert und Menschen ans Messer geliefert.

Laut Nebenklage gab sich Boere 1944 als hilfsbedürftiger Flüchtling aus, um Widerstandskämpfer aus dem Untergrund im südlichen Limburg auszuspionieren. Später habe Boere dann Namen und Adressen der Fluchthelfer verraten. Das führte im Mai 1944 zu einer Razzia, bei der 35 Menschen verhaftet wurden. Sieben kamen nach Darstellung der Nebenklage in Konzentrationslager und sind dort oder kurz danach aufgrund der unmenschlichen Behandlung gestorben. Boere habe ihren Tod "vorsätzlich in Mittäterschaft verursacht".

Wie die Nebenklage argumentiert, müssten die neuen Hinweise bei der Urteilsfindung zur Feststellung der besonderen Schwere der Schuld führen - der Höchststrafe in Deutschland. Staatsanwalt Andreas Brendel sagte hingegen, es sei noch nicht ganz klar, welche Relevanz die Darstellung für den Fortgang des Verfahren habe. Der Ankläger machte deutlich, dass die besondere Schuldschwere mit Blick auf das Alter des 88-Jährigen wohl keine Rolle mehr bei der Haftdauer spiele.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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