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Reinhold Messner: Die Füße des Extrembergsteigers

Seine Gefühle in Extremsituationen hat er in dutzenden Büchern beschrieben, er ist in den wichtigsten Talkshows der Republik gewesen, aber eines hat Bergsteiger-Legende Reinhold Messner 36 Jahre lang verheimlicht: den Zustand seiner Füße, die in so weit trugen.

Es ist nicht die durchtrainierte Figur des 62-jährigen, auch nicht Reinhold Messners Bräune, die sich durch die Höhensonne des Himalayas ins Gesicht gebrannt hat oder dieses Lachen, das die grenzenlose Zuversicht eines Überlebenden ausstrahlt. Es sind seine Füße, die das Leben in den Extremen, die Strapazen in Schwindel erregenden Höhen symbolisieren. 36 Jahre nach der spektakulären Expedition auf den Nanga Parbat entblößt Messner die Körperteile, die ihn auf die höchsten Berge der Welt getragen haben.

1970 startete der Südtiroler zu seiner ersten Himalaya-Expedition und bestieg mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Günther ohne Sauerstoffgerät den 8.125 Meter hohen Nanga Parbat in Nordpakistan, den neunthöchsten Gipfel der Welt. Ihre Route sollte sie über die bisher noch unbezwungene Rupalwand führen, eine Steilwand, gewaltig, gefährlich, furchteinflößend. Die Brüder schafften den Aufstieg.

Beim Abstieg holte sie die Dunkelheit ein, sie erlebten die schlimmste Nacht ihres Lebens: Sie hatten seit 30 Stunden nichts mehr gegessen oder getrunken. Bei 40 Grad unter null war eine schmale Rettungsdecke ihr einziger Schutz. In dieser Nacht zog sich Messner schwere Erfrierungen zu. Wegen zu geringer Durchblutungen waren sieben Zehen und drei Fingerkuppen an der rechten Hand abgestorben, Messner landete nach der traumatischen Expedition im Krankenhaus am Fuße des Himalayas, wo die Amputationen durchgeführt wurden.

Die Besteigung des Nanga Parbat im Jahre 1970 war für den Südtiroler Dreh- und Wendepunkt seiner Bergsteigerkarriere, die ihn nicht nur ein paar Zehen kostete, sondern den Verlust seines Bruders. Denn die schlimmsten Narben, die dieser Höllentrip hinterließ, sind nicht äußerlich zu sehen. Trotz starker Halluzinationen überlebte Bruder Günther die Nacht in der Felsspalte. Doch auf dem folgenden Abstieg auf der leichteren Route über die Diamirflanke wurde er von einer Lawine erfasst und starb.

Danach entwickelte Reinhold Messner einen geradezu verbissenen Ehrgeiz: Die verstümmelten Füße brachten ihn zu den wahren Herausforderungen seiner Karriere, zu Rekorden, die noch kein Bergsteiger zuvor geleistet hatte: Erst bestieg er 1978 mit seinem Partner Peter Habeler ohne Sauerstoffgerät den Mount Everest. Nur drei Monate später bezwang er den Nanga Parbat noch mal, diesmal ohne Begleitung, es war die erste Alleinbegehung eines Achttausenders überhaupt. "Ich hatte mehr Platz in Schuhen, dadurch waren meine Füßen vor Erfrierungen geschützt", sagt Messner gegenüber der "Bild"-Zeitung. Eine Willenskraft, die die Grenzen des Möglichen sprengt. Das zeichnet den Extrembergsteiger aus. Insgesamt hat Messner 17 Achttausender ohne Zehen bestiegen.

kbu
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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