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Rich Piana Bodybuilding-Star nahm 27 Jahre lang Steroide - nun liegt er im Koma

Immer wieder werden Profi-Sportler beim Doping erwischt! A-Probe positiv, Ermittlungsverfahren läuft. Unter Verdacht: Leichtathleten, Radsportler oder sogar Box-Weltmeister, doch niemand will "Das Zeug" genommen haben. Eine weit verbreitete Substanz heißt Stanozol, die Dicke-Muskel-Droge für Bodybuilder. Und für Rennpferde. 35-mal stärker lässt es Muskeln wachsen als die Einnahme von Testosteron, dem männlichen Geschlechtshormon, das auch schon sehr kraftfördernd wirkt. Gehören Anabolika in unser Drogen-ABC? Nicht, wenn es in Sachen Stoff nur darum ginge, sich zu berauschen. Aber schon, wenn man erkennt, dass viele Drogen auch zur Leistungsförderung dienen. Künstler koksen, Körperkultler dopen.


Wie funktioniert das? Ziemlich einfach: Wie Testosteron erhöhen die Anabolika die Eiweißbildung in den Zellen, ganz besonders in Muskelzellen. Sie regen auch den Appetit an, mehr Baustoff steht bereit, um noch mehr Muskelmasse zu produzieren. Das Training wird leichter und wirkungsvoller. Extreme Muskelmänner wie zu den größten Zeiten des Bodybuilding hätte es ohne Anabolika wohl nie gegeben – und viele der stolzen Sportrekorde der DDR auch nicht.



Die Aufarbeitung ihres Staatsdopings dauert bis heute an. Forscher sind sicher, dass heute die Welt der Amateure, der Eisenstemmer und Muckibuden weltweit mit Anabolika durchseucht ist – trotz ihrer üblen Nebenwirkungen: Sie schädigen die Leber und die Nieren, steigern auf lange Sicht das Krebsrisiko, den Blutdruck und die Herzinfarktgefahr – das liegt nicht zuletzt daran, dass Extrembodybuilder bis zu hundert Mal so viele Steroide einnehmen, wie zur medizinischen Therapie verschrieben wird. Dort haben die Anabolika ihren Platz.



Man braucht sie etwa, um eine ausbleibende Pubertät bei Jungen anzustoßen, eine Rehabilitation zu fördern und manches mehr – doch ist ihre Bedeutung zurückgegangen, weil es heute modernere Medikamente gibt – synthetisches Wachstumshormon etwa, das blutbildende Hormon Erythropoietin und vieles mehr. Und auch die werden längst zum Doping missbraucht.
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Der Extrem-Bodybuilder Rich Piana wollte immer mehr Muskeln haben. Dafür trainierte er nicht nur hart, sondern nahm auch gefährliche Steroide zu sich. 27 Jahre lang. Nun liegt er im Koma. Und kämpft um sein Leben.

Er hat Oberarme, die so dick sind wie ein Baumstamm. Seine Schultern sind so breit wie ein Kleiderschrank. Der Extrem-Bodybuilder Rich Piana zählt zu den Größten und Erfolgreichsten überhaupt der Branche. Auf Instagram folgen dem 46-Jährigen 1,2 Millionen Menschen. Sein Motto: "Whatever it takes", was so viel bedeutet wie "mit allen Mitteln".

Das ist bei Piana durchaus wörtlich zu nehmen: Er trank nicht nur Protein-Shakes, "die so groß sind, dass darin ein Kleinkind ertrinken könnte", wie er einmal der britischen "Daily Mail" erzählte. Er machte auch keinen Hehl daraus, seit seinem 18. Lebensjahr Steroide zu nehmen - als Bodybuilder habe er keine andere Wahl, behauptete er immer wieder. Seit 27 Jahren trimmte er seinen Körper mit den gefährlichen Doping-Substanzen. Das wurde ihm womöglich nun zum Verhängnis.

Der Bodybuilder Rich Piana schlug Kapital aus seinem Körper. Nun liegt er im Koma.
Der Bodybuilder Rich Piana schlug Kapital aus seinem Körper. Nun liegt er im Koma.
© Screenshot/www.instagram.com/1dayumay

Plötzlicher Zusammenbruch

Seine Freundin wollte ihm am Montag im Badezimmer gerade die Haare schneiden, als Piana plötzlich zusammenbrach. Aufgrund seines hohen Gewichts - der Bodybuilder bringt um die 150 Kilogramm auf die Waage - konnte ihm die zierliche Frau nicht allein helfen. Sie rief deshalb sofort den Notarzt. Telefonisch bekam sie Anweisungen zur Wiederbelebung.

Im Krankenhaus wurde Piana anschließend in ein künstliches Koma versetzt. Seitdem ist sein Zustand ernst. Gerüchte, dass der Bodybuilder bereits tot sei, räumte seine Partnerin in einem Instagram-Posting aus. "Ich will nochmal klarstellen, dass er am Leben ist. Seine Familie und ich bitten euch um positive Gedanken, Gebete und Liebe."

Was genau zu dem Zusammenbruch führte, ist bislang unklar. Wie das US-Promiportal "TMZ" berichtet, sollen sich 20 Flaschen mit Steroiden und weißes Pulver zusammen mit einer Kreditkarte auf einem Tisch befunden haben. Piana war in der Vergangenheit opiatsüchtig, soll seine Sucht aber überwunden haben, erklärte seine Freundin. 


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