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Schottland: Fischer muss vor 50 aggressiven Kegelrobben flüchten

In Schottland sah sich ein Fischer gezwungen, vor 50 Kegelrobben zu flüchten, die ihn angreifen wollten. Am Ende musste die Küstenwache eingreifen.

Eine Kegelrobben-Mutter mit zwei ihrer Jungtiere

Süß, aber gefährlich! Kegelrobben werden schnell aggressiv, wenn man ihren Jungen zu nahe kommt. (Archivbild)

DPA

Angriff der Kegelrobben! So könnte man das beschreiben, was einem Fischer im schottischen Eyemouth passiert ist. Als er am Strand nahe des Ortes entlang ging, wurde er von rund 50 Kegelrobben angegriffen. Die aggressive Kolonie der Säugetiere zwang den Fischer auf einer Klippe Schutz zu suchen, berichtet die Zeitung "The Scottisch Sun".

Dort kam er allerdings nicht weiter und so musste er mehrere Stunden auf der Klippe ausharren. Erst am Abend konnten Rettungskräfte den Mann mit Hilfe von Seilen und einem Boot der Küstenwache retten. Der leitende Offizier der Küstenwache, Jonathan Mustard, sagte: "Wer am Strand oder an der Küste auf einen Seehund oder eine Seehundkolonie stößt, sollte beim ersten Anzeichen von Unruhe umkehren. Aggressive Robben sind kein alltägliches Ereignis und in diesem Fall haben sie möglicherweise ihren natürlichen Lebensraum und ihre Jungen geschützt oder verteidigt."

Die Kegelrobbe ist Deutschlands größtes Raubtier

Kegelrobben sind eine bedrohte Art und stehen in Deutschland auf der Roten Liste. Allerdings haben sich ihre Bestände in jüngster Vergangenheit erholt. Sie kommen im Nordatlantik, aber auch in der Nord- und Ostsee vor. Doch auch wenn sie süß aussehen: In Deutschland gilt die Kegelrobbe als das größte freilebende Raubtier. 

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rw
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