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Schweizer PR-Panne: Bahn wirbt mit Europakarte ohne Polen

Riesen-Panne bei der Schweizer Bahn: Das Unternehmen hat auf Umschlägen für seine internationalen Fahrkarten mit einer Europakarte geworben, auf der Polen fehlt und Deutschland direkt an Russland grenzt. Sogar die polnische Botschaft hat sich bereits eingeschaltet.

Peinliches Missgeschick der Schweizer Bundesbahnen (SBB): Das Unternehmen hat mit einer Europakarte geworben, auf der Polen nicht eingezeichnet ist und Deutschlands Ostgrenze bis Russland reicht. Jetzt haben sich die SBB bei der polnischen Botschaft entschuldigt. Ein Sprecher bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Bund" aus Bern.

Die Karte befand sich auf der Rückseite von Umschlägen, die die Bahn Käufern von internationalen Fahrkarten aushändigt. Auf mehreren hunderttausend davon ist ein Globus abgebildet, der den Grenzverlauf aus dem Zweiten Weltkrieg in Erinnerung ruft. Polen fehlt auf der Karte ebenso wie Tschechien, die Beneluxländer, Dänemark, Ungarn aber auch die Schweiz. Die polnische Botschaft in Bern habe deshalb bei den SBB interveniert, schrieb der "Bund".

SBB-Sprecher Roland Binz verwies am Donnerstag darauf, dass es sich bei der Globusabbildung "um einen Wasserball handelt, den man in jedem Geschäft kaufen kann". Dennoch entschuldigte sich das Unternehmen für die Auswahl des Motivs, das "Gespür für die historischen Hintergründe" vermissen lasse. Das Bild auf den Umschlägen für internationale Fahrkarten werde künftig nicht mehr verwendet.

DPA / DPA
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