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Prozess in Darmstadt: Sie wollten Serienmörder werden – und fassten einen teuflischen Plan

Das Opfer war arglos, und die mutmaßlichen Mörder hatten einen grausamen Plan. Sie schauten sich Folgen einer TV-Serie an und wollten genauso handeln, wie die dort dokumentierten Täter.

Ein wegen wegen Mordes aus Tötungswillen, Habgier und Heimtücke angeklagter 28-Jähriger (l.) und sein Verteidiger Achim Flauaus sowie eine aus den selben Motiven angeklagte 38-Jährige (r.) mit ihrem Verteidiger Daniel Gönnheimer stehen zu Prozessbeginn am Landgericht auf der Anklagebank

Ein wegen wegen Mordes aus Tötungswillen, Habgier und Heimtücke angeklagter 28-Jähriger (l.) und sein Verteidiger Achim Flauaus sowie eine aus den selben Motiven angeklagte 38-Jährige (r.) mit ihrem Verteidiger Daniel Gönnheimer stehen zu Prozessbeginn am Landgericht auf der Anklagebank

Sie ließen sich von einer TV-Serie inspirieren – und brauchten nach eigener Einschätzung Geld: Ein Paar aus Südhessen steht seit Mittwoch wegen Mordes vor dem Landgericht Darmstadt, weil es sich dazu entschlossen haben soll, zu Serienmördern zu werden. Erst töten, dann die Opfer ausrauben, so offenbar der Plan. Es blieb zwar "nur" bei einem Mord – aber der löste wegen seiner Grausamkeit und der Hilflosigkeit des Opfers bundesweit Entsetzen aus.

Karrierewunsch: Serienkiller

In der hessischen Heimat der Beschuldigten war vor allem die krude Vorgeschichte der Tat und der seltsame "Karrierewunsch" des beschuldigten Pärchens ein Thema in der Lokalpresse: Kennengelernt und ineinander verliebt hätten sich die heute 38-jährige Frau und der zehn Jahre jüngere Mann in einem psychiatrischen Krankenhaus, berichtet das Darmstädter "Echo". Nachdem beide die Klinik verlassen hatten, sahen sich die beiden regelmäßig Horrorfilme und die Serie "Killer-Paare" an – bis sie sich, am Nachmittag des Tattages, schließlich dazu entschlossen hätten, selbst Serienmörder zu werden.

Die auch auf dem deutschen Sender Sixx ausgestrahlte Serie "Killer-Paare – Tödliches Verlangen" dokumentiert Morde, die von Paaren begangen wurden. Dabei wurde pro Folge jeweils ein Fall vorgestellt – von den Taten der Mörder bis hin zur Verhaftung der Schuldigen.

Die Taten der in den einzelnen Folgen beschriebenen Kriminellen faszinierte das Paar offenbar so sehr, dass sie selbst einen teuflischen Plan ausheckten: Als - laut ihrer ursprünglichen Planung erstes - Opfer wählten sie laut Anklage eine ihnen bekannte Rentnerin aus. Mit elf Messerstichen sollen sie die 81-Jährige im März 2017 in ihrer Wohnung in Dieburg getötet haben. 

Opfer kannte die Täter

Die Anklage wirft der Frau aus Reinheim und dem Mann aus Ober-Ramstadt vor, das Opfer aus Habgier bewusst ausgewählt zu haben. Zudem sollen die Angeklagten "vorrangig um des Tötens willen gehandelt haben", stellt die Pressestelle des Landgerichts zum Tathergang fest. Die alleinstehende Rentnerin war eine Nachbarin der Mutter des Angeklagten.

Das Paar soll bei der arglosen Rentnerin geklingelt, sich Eintritt in ihre Wohnung verschafft und sie im Wohnzimmer erstochen haben. Dabei sei das Paar nach einem Plan vorgegangen. Der Mann habe von hinten, die Frau von vorne auf die 81-Jährige eingestochen. Das Opfer starb an Stich- und Schnittverletzungen in den Hals, den Nacken und den Oberkörper.

Zwei Tage nach der Tat soll sich das Pärchen dann in Richtung Südspanien abgesetzt haben. Später wurden die beiden Beschuldigten auf der Grundlage europäischer Haftbefehle eine Woche nach der Tat in der südspanischen Hafenstadt Algeciras gefasst und bald darauf nach Deutschland ausgeliefert. Die 38-Jährige sitzt in Frankfurt in U-Haft. Der Mann ist in der Forensischen Psychiatrie in Haina untergebracht. Inzwischen sollen sie kein Liebespaar mehr sein. Das Schwurgericht hat insgesamt acht Verhandlungstermine angesetzt.

anb / DPA
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(