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Milliardärin Hélène Pastor: Zwei Killer lauerten ihr auf, durchsiebten ihren Wagen mit Kugeln - Mordprozess gestartet

Hélène Pastor hatte im Mai 2014 gerade ihren Sohn im Krankenhaus besucht, als ihr zwei Männer auflauerten. Nun wird der spektakuläre Kriminalfall vor Gericht aufgearbeitet - der Auftraggeber des Mordes soll zur Familie gehört haben.

Am 6. Mai 2014 durchschlagen Kugeln das Auto von Hélène Pastor. Sie und ihr Fahrer sterben später an den Verletzungen.

Am 6. Mai 2014 durchschlagen Kugeln das Auto von Hélène Pastor. Sie und ihr Fahrer sterben später an den Verletzungen.

Picture Alliance

Die Anklage liest sich wie ein Kriminalroman: Es geht um Geld, einen Auftragsmord und eine schwerreiche Familie im noblen Fürstentum Monaco. Mehr als vier Jahre nach dem Mordanschlag auf die monegassische Milliardärin Hélène Pastor steht der langjährige Lebensgefährte ihrer Tochter vor Gericht.

Nach Überzeugung der Ermittler soll der Schwiegersohn der Auftraggeber der Tat gewesen sein, er selbst bestreitet dies. Der Prozess gegen ihn und neun weitere Angeklagte, die auf die eine oder andere Weise in den Fall verwickelt sein sollen, begann am Montag im südfranzösischen Aix-en-Provence.

Hélène Pastor - "Vize-Fürstin" von Monaco

Die 77-jährige Hélène Pastor und ihr Chauffeur waren im Mai 2014 in Nizza niedergeschossen worden, beide erlagen später ihren Verletzungen. Laut französischen Medien wurde Pastor in Monaco auch "Vize-Fürstin" genannt - ihre Familie hatte in dem Zwergstaat an der Côte d'Azur über Jahrzehnte ein gigantisches Immobilienimperium aufgebaut. Fürst Albert II. hatte Pastors Kindern nach ihrem Tod sein "tiefes Mitgefühl" ausgesprochen.

Ihr Sohn Gildo Pallanca-Pastor erhofft sich nun Antworten - auch auf die Frage nach dem Motiv. "Für mich gibt es da nicht nur das Geld", sagte er der Zeitung "Le Parisien". "Was steckt dahinter? Macht? Suche nach Anerkennung?"

Die zwei Täter hatten der Milliardärin nach einem Besuch in einem Krankenhaus aufgelauert, wo Gildo Pallanca-Pastor damals wegen eines Schlaganfalls behandelt wurde. Der Schütze war mit einem Gewehr bewaffnet. Videoaufnahmen und DNA-Spuren auf einem Duschgel in einem Hotelzimmer brachten die Ermittler schnell auf die Spur zweier Tatverdächtiger, die nun wegen Mordes angeklagt sind. Über sie kamen die Ermittler dann auf die mutmaßlichen Hintermänner.

Der Schwiegersohn - gleichzeitig damaliger polnischer Honorarkonsul - soll seinen Sportlehrer beauftragt haben, den Mord zu organisieren. Sie sind beide wegen Beihilfe zu Morden angeklagt. Hélène Pastors Tochter fand nach eigenen Angaben später heraus, dass ihr Lebensgefährte üppig vom Geld der Familie profitiert hatte: Von den 9 Millionen Euro, die ihre Mutter ihr in den eineinhalb Jahren vor der Tat gegeben hatte, sollen 7,5 Millionen Euro bei ihm gelandet sein.

"Der Schwiegersohn, die Gauner und das Geld der Schwiegermutter" - so betitelte die Zeitung "Le Monde" ihren Vorbericht zu dem aufsehenerregenden Prozess.

Schwiegersohn hatte zunächst gestanden

Der Schwiegersohn war wenige Wochen nach Pastors Tod festgenommen worden und hatte zunächst ein Geständnis abgelegt, das er aber kurz darauf wieder zurücknahm. Er berief sich auf ein Sprachproblem - nämlich dass er das entscheidende Wort ("in Auftrag geben") nicht verstanden habe.

Er selbst versicherte in einem Interview der Regionalzeitung "Nice-Matin" Anfang des Jahres: "Ich bin unschuldig." Die ganze Untersuchung sei gegen ihn gerichtet gewesen. "Es ist alles getan worden, um mich schuldig zu machen." Im Hinblick auf sein anfängliches Geständnis führte er damals noch aus, er habe gelogen, um seiner Frau eine angeblich angedrohte Untersuchungshaft zu ersparen.

Opfer-Anwalt: Übersetzer? Angeklagter lebt 30 Jahre in Monaco

Diese Strategie sei lächerlich, sagte Thomas Giaccardi, Anwalt von Hélène Pastors Sohn, der Deutschen Presse-Agentur. Der frühere Honorarkonsul verstehe perfekt Französisch: "Das wird aus allen Befragungen klar, er hat nie einen Übersetzer gebraucht. Er lebt seit 30 Jahren in Monaco."

Vor Gericht sagte der Schwiegersohn nun, dass er auf alle Fragen antworten werde - so berichteten es Journalisten, die trotz des großen Andrangs in den Saal vorgelassen worden waren. Der Prozess ist bis zum 19. Oktober angesetzt.

Tatort Mordplatz
fin/Sebastian Kunigkeit / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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