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Anklage erhoben Schockierende Vorwürfe: Pflegerinnen sollen Demenzpatienten zu Kämpfen animiert haben

Pfleger
Die Pflegerinnen müssen sich jetzt vor Gericht verantworten (Symbolbild)
© shapecharge / Getty Images
Drei Pflegerinnen sollen in einer Einrichtung für demenzkranke Menschen Patienten zu Kämpfen animiniert und diese dabei gefilmt haben. Sie stehen jetzt vor Gericht.

Gegen drei Pflegerinnen aus dem US-Bundesstaat North Carolina werden schwere Vorwürfe erhoben: Sie sollen demenzkranke Patienten dazu animiert haben, gegeneinander zu kämpfen. Bei den Beschuldigten handelt es sich um eine 32-Jährige, eine 26-Jährige und eine 20 Jahre alte Frau. Alle drei waren in einer Betreuungseinrichtung für Demenz-Patienten angestellt und stehen nun vor Gericht.

Sie sollen an ihrem Arbeitsplatz zum Spaß Kämpfe zwischen den Bewohnern angezettelt und diese gefilmt haben, berichtet der Sender Fox 45 News. Dafür werden sie wegen Übergriffen auf behinderte Menschen angeklagt. "Wenn es um jemanden geht, der sich nicht selbst um sich kümmern kann, müssen wir uns dem mit besonderer Aufmerksamkeit widmen", sagte ein mit dem Fall betrauter Ermittler.

Demente Patientin rief: "Lass los, helft mir"

Die drei Pflegerinnen hatten bereits im Juni ihre Arbeitsstellen verloren, nachdem die Geschäftsführung von den Praktiken erfahren hatte. Im Anschluss hatte die Polizei Ermittlungen aufgenommen, die jetzt zur Festnahme und Anklage führten. Offenbar liegt der Polizei mindestens eine Videoaufnahme vor, auf der ein Kampf zwischen einer 70-jährigen und einer 73-jährigen Patientin zu sehen ist.

Wie lokale Medien unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichten, filmten die Angeklagten die Auseinandersetzung und griffen auch nicht ein, als eine der Frauen rief: "Lass los, helft mir, helft mir, lass los." Eine der Angestellten habe der Patientin daraufhin gesagt, sie solle aufhören zu schreien.

Die Betreuungseinrichtung aus der Stadt Winston-Salem teilte mit, dass die drei Frauen nach Bekanntwerden der Vorfälle sofort entlassen worden seien und danach die Schulungen für Mitarbeiter verstärkt wurden. Außerdem würden alle Angestellten genauer in ihrer Arbeit überprüft. 

Quellen:Fox 45 News / "msn.com"

epp

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