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Rechtsextremismus: Angriff auf Straßenschild "Judengasse"

In Köln haben Rechtsextreme versucht, das Straßenschild "Judengasse" herunterzureißen. Die etwa 20 jungen Männer wehrten sich erfolgreich gegen Polizisten, die die Tat zu verhindern suchten. Wenig später wurden sechs der Täter gefasst.

Junge Täter offenbar aus dem rechtsextremen Spektrum haben in der Kölner Altstadt versucht, das Straßenschild der Judengasse unweit des Rathauses herunterzureißen. Am Tatort eintreffende Streifenpolizisten wurden von den rund 20 Männern aus dem Raum Aachen geschlagen und mit Reizgas besprüht, wie die Polizei am Montag mitteilte. Anschließend flüchteten die Täter, weitere Beamte konnten jedoch wenig später sechs Männer festnehmen.

Bei ihnen wurde den Angaben zufolge rechtsradikales Beweismaterial gefunden - unter anderem hatte ein Heranwachsender ein Handy mit Hakenkreuzsymbolen dabei, mit dem er die Tat vom frühen Sonntagmorgen teilweise gefilmt hatte. Die Verdächtigen müssen sich nun wegen des Landfriedensbruch, Widerstand, Bedrohung, Beleidigung und versuchter Sachbeschädigung verantworten.

AFP / AFP
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