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Stuttgart: Flugzeug gerät beim Landen ins Rutschen

Schrecksekunde für 15 Passagiere: Eine Maschine der britischen Fluggesellschaft Flybe ist während der Landung in Stuttgart nicht rechtzeitig zum Halten gekommen und bis ans Ende der Landebahn gerutscht. Zum Zeitpunkt des Unfalls schneite es, andere Flugzeuge hatten zuvor jedoch keine Probleme mit dem Wetter.

Ein mit 15 Personen besetztes Flugzeug hat am Montagnachmittag in Stuttgart eine Bruchlandung hingelegt. Die Fluggäste und die Besatzungsmitglieder seien mit dem Schrecken davongekommen, teilte die Flughafenverwaltung mit. Die Maschine war bei leichtem Schneefall nach dem Aufsetzen ins Rutschen gekommen und erst am östlichen Ende der Landebahn zum Stehen gekommen. Das Flugzeug sei offenbar nicht beschädigt worden.

Ob das Schneetreiben Auslöser für den Unfall war, müssten Experten aber erst noch ermitteln, sagte eine Flughafensprecherin. "Unser Winterdienst war im Einsatz, und zahlreiche andere Flugzeuge hatten vorher keine Probleme beim Starten oder Landen", sagte sie.

Der Jet vom vom Typ Embraer 145 der Fluggesellschaft Flybe kam aus der britischen Stadt Birmingham. Die Start- und Landebahn war nach dem Unfall zwei Stunden lang komplett gesperrt. Vier Maschinen, die eigentlich in Stuttgart landen sollten, wurden zu anderen Flughäfen umgeleitet. Flugzeuge, die in Stuttgart starten sollten, hatten mehrere Stunden Verspätung.

Ungemütlich war es auch für Passagiere einer Condor-Maschine auf dem Frankfurter Flughafen. Fast acht Stunden mussten sie in dem Flugzeug ausharren und auf ihren Abflug nach Havanna warten. Bis der Jet am späten Nachmittag abhob, mussten die 206 Gäste an Bord auf ihren Plätzen sitzen bleiben. "Niemand erlaubt uns Bewegen, Rauchen, Telefon aufladen", berichtete ein. Eine Condor-Sprecherin bestätigte den Vorfall und begründete die außergewöhnlich lange Wartezeit mit "einer Verkettung unglücklicher Umstände".

Wegen der starken Schneefälle habe es einen extremen Stau vor der Enteisungs-Anlage des Flughafens gegeben. Nachdem die Maschine schon zwei Stunden in der Warteschlange gestanden hatte, stellte die Crew fest, dass sie - den zehnstündigen Flug eingerechnet - die zulässige Dienstzeit überschreiten würde. Zum Austausch der Mannschaft musste die Maschine dann wieder auf das Vorfeld rollen und sich anschließend erneut am Ende der Warteschlange anstellen. Statt um 9.25 Uhr hob die Maschine erst um 16.42 Uhr in Richtung Kuba ab. Die Sprecherin sagte, für die Passagiere sei der Vorfall, für den man sich entschuldige, "höchst unangenehm".

DPA/AP/Reuters / AP / DPA / Reuters