VG-Wort Pixel

Nordrhein-Westfalen Teenager verursacht Polizeieinsatz wegen einer Spinne in ihrem Zimmer

Hauswinkelspinne auf einem Teppich.
Bei der Spinne im Zimmer der 15-Jährigen handelte es sich wohl um eine Hauswinkelspinne (Symbolbild)
© H. Bellmann/F. Hecker / Picture Alliance
Ein 15-jähriges Mädchen hat durch ihre Hilfeschreie einen Polizeieinsatz im nordrhein-westfälischen Willich ausgelöst. Der Grund: Eine Spinne hatte sich in ihrem Zimmer verlaufen. Den Beamten gelang es, das Tier wohlbehalten aus dem Zimmer des Teenagers zu entfernen. 

Dieser Beitrag erschien zuerst an dieser Stelle auf RTL.de.

Hilfeschreie dringen aus einem Haus in Willich (Nordrhein-Westfalen), Nachbarn rufen die Polizei. Als die Einsatzkräfte an die Tür klopfen, öffnet niemand. Aber eine junge Frau schreit weiter, dass sie Hilfe braucht. Die Polizisten treten die Tür ein – und treffen auf die 15-jährige Celine Klier, die angsterfüllt auf ihrem Bett steht. Grund für ihre Panik ist eine Spinne in ihrem Zimmer. Im Video erzählt Celine von ihrem Schockerlebnis am Sonntag kurz vor Mitternacht.

Spinne hatte "ganz dicke, lange Beine"

"Ich lag in meinem Bett. Auf einmal sehe ich da so ein dickes, schwarzes Ding an der Wand", erinnert sich die 15-Jährige. "Und dann ist die runtergefallen." Celine fängt an zu schreien und verkriecht sich in einer Ecke.

Doch die Spinne gibt keine Ruhe, krabbelt unter das Bett des Teenagers. "Dann ist die da die Wand hochgekrabbelt, wo ich stand. Ich hab 'ne halbe Panikattacke bekommen", erzählt Celine. Anschließend sei die Spinne erneut runtergefallen und durch den Raum gelaufen. "Ganz dicke, lange Beine und einen dicken Körper" habe das Tier gehabt – für die 15-Jährige ein Horror.

Celines Mutter bekommt von den Schreien nichts mit: Sie wohnt zwar im selben Haus, schläft aber in einer anderen Wohnung zwei Stockwerke tiefer.

Willich: Celine stand verzweifelt auf dem Bett

Der Polizei bietet sich nach dem Aufbrechen der Tür ein kurioses Bild. Eine junge Frau habe auf ihrem Bett gestanden und zu Boden gezeigt, "wo sich eine Spinne befand", sagt Heike Ahlen von der Polizei Viersen. "Es konnte ihr schnell geholfen werden. Die Spinne musste das Zimmer verlassen, und die junge Frau war wieder zufrieden", schmunzelt die Polizistin.

Spinnenexperte: Unkontrollierte Bewegungen verursachen Panik

Stephan Loksa kann nachvollziehen, dass Celine in Panik geriet – auch wenn es sich wohl nur um eine harmlose Winkelspinne handelte. Als Arachnologe weiß er genau, weshalb auch ungefährliche Exemplare Menschen Angst einjagen. "Spinnen haben acht Beine. Diese acht Beine bewegen sich für uns unkontrollierbar – relativ schnell", erklärt der 67-Jährige. "Auch wenn die Spinne langsam läuft, kann man nicht sehen, in welcher Reihenfolge sie die Beine hebt." Viele Menschen würden mit solchen Richtungsänderungen und unkontrollierten Bewegungen nicht klarkommen, erläutert der Wissenschaftler.

Spinne im Netz

Männer haben oft genauso viel Angst wie Frauen

Dass Frauen mehr Angst vor Spinnen haben als Männer, hält Stephan Loksa für ein Märchen. "Frauen sind mutiger, weil sie zugeben, dass sie Angst haben. Wir Männer sind die Machos und geben nicht zu, dass wir Angst haben", lacht der Spinnenexperte. "Ich habe sehr oft erlebt, dass Männer genauso Angst hatten."

Etwas peinlich ist Celine der Vorfall schon, aber inzwischen kann sie auch drüber lachen. Und vielleicht schreit die 15-Jährige beim nächsten Spinnenbesuch nicht so laut, dass wieder die Polizei anrücken muss.

RTL.de/bst

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker